Foto: Imago Images
Dass es im Fußballbusiness unter Umständen ziemlich schnell gehen kann, zeigte das Beispiel Kai Havertz, der nach seiner Abreise aus dem Trainingscamp der deutschen Nationalmannschaft innerhalb weniger Stunden seinen Wechsel zum FC Chelsea finalisierte. Joachim Löw war sich bezüglich der Freigabe erst nicht ganz sicher.
Am vergangenen Freitag wurde von Bayer Leverkusen bestätigt, dass sich Kai Havertz in Absprache mit den Verantwortlichen der deutschen Nationalmannschaft nach London aufmachen darf, um die letzten Details seines Wechsels zum FC Chelsea zu besprechen.
„Ich war auch ein bisschen hin- und hergerissen“, wird Joachim Löw im „kicker“ zitiert. Der Bundestrainer bewilligte schließlich Havertz‘ Dienstreise, der wenige Stunden nach Antreten dieser offiziell als Neuzugang der Blues bestätigt wurde. Löws Empathie-Melder hatte schon in den vorhergehenden Tagen Alarm geschlagen.
„Einerseits wollte er den Transfer unbedingt machen. Andererseits hängt er an der Nationalmannschaft“, hatte Löw versucht, sich in den Denkprozess des deutschen Mega-Talents hineinzuversetzen. In Abwesenheit einiger Stammkräfte hätte sich Havertz empfehlen können, wurde von Löw allerdings im ersten Nations-League-Spiel gegen Spanien (1:1) auf der Bank gelassen.
Havertz dürfte in der Folge verkraftet haben, dass er beim zweiten Kräftemessen in Basel gegen die Schweiz (1:1) nicht zur Verfügung stand. In London hat der aufstrebende Jung-Fußballer einen Vertrag bis 2025 unterzeichnet, der Bayer Leverkusen im Gegenzug eine Sockelablöse von 80 Millionen Euro beschert. Die Summe kann durch variable Zahlungen noch auf bis zu 100 Millionen Euro ansteigen.
„Ich bin sehr glücklich und stolz hier zu sein. Für mich ist es ein wahr gewordener Traum, bei einem großen Klub wie Chelsea zu spielen und ich kann es kaum erwarten, all die Spieler und Trainer kennenzulernen“, sagte Havertz bei seiner Vorstellung.
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