Borussia Dortmund

BVB-Idol Jürgen Kohler wird 60 – Seine besten Sprüche

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Happy Birthday, Jürgen Kohler! „Der Kokser“ wird am Montag runde 60 Jahre alt. Das Portal Fussballdaten.de würdigt den Weltmeister von 1990, Europameister von 1996 und Champions-League-Sieger von 1997 mit einem Blick auf seine statistischen Bestwerte und zitiert die besten Sprüche von Jürgen Kohler.

Er gehört zu der Spieler-Generation, die jeden duzte und in der jeder noch einen Spitznamen hatte: Jürgen „Kokser“ Kohler.

Und für ihn gilt: Erst Waldhof, dann Weltstar. Jürgen Kohlers Bundesliga-Karriere begann 1983 „iwwer de Brück“, beim SV Waldhof Mannheim, der als Aufsteiger aus der Kurpfalz seine Heimspiele als einziger Klub in 62 Jahren deutsche Eliteliga zunächst in einem anderen Bundesland austrug, in Ludwigshafen am Rhein.

1987 wechselte Jürgen Kohler zum 1. FC Köln, wurde dort unter Christoph Daum († 2024) absoluter Führungsspieler. Doch Deutscher Meister wurde er erst 1990, in Diensten des FC Bayern München.

Das Jahr 1990 gehört sicher zu den größten in der Karriere des Innenverteidigers, der seine Laufbahn mit dem Gewinn des Weltmeistertitels am 8. Juli in Rom und dem 1:0 im Finale gegen Argentinien krönte.

  • 105 Länderspiele absolvierte Jürgen Kohler von 1986 bis 1998 für Deutschland, unter den Abwehrspielern kommt nur Philipp Lahm auf mehr Einsätze für den DFB (113).

Sprüche: „Es ist schwer, Jürgen Kohler zu verkraften“

  • Nach Franz Anton Beckenbauer († 2024), Lothar Herbert Matthäus und Jürgen Klinsmann war Kohler am 30. Mai Juni 1998 im WM-Vorbereitungsspiel gegen Kolumbien (3:1) in Frankfurt der vierte Deutsche, der mindestens 100 Länderspiele absolvierte.

Für die deutsche Nationalmannschaft hatte Kohler unter Beckenbauer, aber auch unter der Regie von Berti Vogts (78 / „Es waren die besten Spieler dabei, ja.“) eine gewisse Unverzichtbarkeit. „Es ist schwer, Jürgen Kohler zu verkraften“, klagte Vogts einmal…

  • Nach erfolgreichen Jahren bei Juventus Turin (Double-Sieger 1995, UEFA-Cup-Sieger 1993) wechselte Kohler 1995 zurück nach Deutschland, zu Borussia Dortmund.
  • Er wurde mit dem BVB Deutscher Meister 1996 und 2002, Champions-League-Sieger 1997.

Aber: Er erlebte mit den Schwarzgelben auch die Chaos-Saison 1999/2000, als die Dortmunder als Titelfavorit und Tabellenführer starteten und am Ende in große Abstiegsgefahr gerieten. Ein vom Schiedsrichter übersehenes Handspiel von LEV-Idol Ulf Kirsten bei Bayer Leverkusen – BVB (3:1) im eigenen Strafraum am 8. April 2000 kommentierte Kohler vor laufender SAT1-Kamera so: „Ich würd` mich schämen, Schiri, ich würd` mich schämen!“

Die Schiedsrichter-Leistung beim deutschen WM-„Aus“ am 4. Juli 1998 gegen Kroatien (0:3) in Lyon, in seinem letzten Länderspiel, sah Jürgen Kohler so: „Heute haben nicht wir, sondern der Schiedsrichter das Spiel verloren.“ 

Deutschland spielte nach Rot für Christian Wörns durch Referee Rune Pedersen (Norwegen) 50 Minuten lang in Unterzahl – und schied aus.

Kohler über Lewandowski: „Solche Spieler hätten wir früher in die Hosentasche gepackt!“

Jürgen Kohler, einer mit Ecken und Kanten. Und mit einer klaren Meinung über Führungsspieler bei Borussia Dortmund: „Es geht aber nicht nur mit Spielern, die gleich gestrickt, gleich geföhnt und gleich gegelt sind.“ 

Sicher nicht, nein. An der neuen Stürmer-Generation des BVB mit Robert Lewandowski und Pierre-Emerick Aubameyang hatte der eisenharte Abwehrspieler so seine Zweifel: „Solche Stürmer haben wir früher in die Hosentasche gepackt.“

Nachzuschlagen unter anderem bei Christian „Bobo“ Vieri, Marco van Basten (1992) oder Gary Lineker…

Die wichtigste Weisheit von Jürgen Kohler, dem die BVB-Fans den Spitznamen „Fußballgott“ gaben, weil er im CL-Halbfinale 1997 bei Manchester United (1:0) schon am Boden liegend gegen den einschussbereiten Eric Cantona rettete: „Nur wer ein Tor machen will, der trifft auch.“ 

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