Christof Koepsel/Getty Images
Bei Borussia Dortmund stehen wichtige Personalentscheidungen an – nicht nur auf dem Platz, sondern auch in der Führungsetage. Die Verträge der Geschäftsführer Carsten Cramer und Lars Ricken laufen im Sommer 2027 aus. Beide wollen ihre Arbeit beim BVB fortsetzen und planen laut einem Bericht der „WAZ“ zeitnah Gespräche mit dem Präsidialausschuss um Präsident Hans-Joachim Watzke, der letztlich über ihre Zukunft entscheidet.
Cramer, der nach Watzkes Wechsel ins Präsidentenamt die Rolle des Sprechers der Geschäftsführung übernommen hat, macht keinen Hehl aus seinem Wunsch, die Entwicklung des Vereins weiter voranzutreiben. „Wir haben weiter richtig Lust, den BVB weiter zu gestalten“, sagte der 57-Jährige in einem Videoformat der „BILD“ und betonte zugleich die gemeinsame Perspektive mit Ricken: „Von daher haben wir weiter die Hoffnung, den Wunsch, den Traum, das gemeinsam machen zu können.“
Sportlich können beide Verantwortliche mit positiven Argumenten in mögliche Vertragsgespräche gehen. In den vergangenen Monaten hat sich die Lage beim BVB stabilisiert, die Mannschaft präsentiert sich konkurrenzfähig und mischt national wieder um die Spitzenplätze mit. Ein wesentlicher Anteil daran wird auch der sportlichen Führung zugeschrieben. Ricken, der seit 2024 als Geschäftsführer Sport tätig ist, setzte unter anderem mit der Verpflichtung von Trainer Niko Kovac ein wichtiges Signal. Die sportliche Entwicklung dient nun als starkes Argument für personelle Kontinuität.
Auch strukturell sieht sich die Vereinsführung auf einem guten Weg. Cramer verwies auf die interne Geschlossenheit als entscheidenden Faktor für den jüngsten Aufschwung. „Die Stärke von Borussia Dortmund war immer, geschlossen zu sein, in eine Richtung zu operieren. Das machen wir momentan ganz gut“, erklärte er. Diese Stabilität habe dazu beigetragen, dass sich der Verein sowohl sportlich als auch strategisch weiterentwickeln konnte.
Die endgültige Entscheidung über mögliche Vertragsverlängerungen liegt jedoch beim Präsidialausschuss unter Leitung von Watzke. Die Voraussetzungen für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit gelten intern offenbar als vielversprechend – nicht zuletzt, weil beide Geschäftsführer maßgeblich an der aktuellen Entwicklung beteiligt sind und den eingeschlagenen Kurs fortsetzen wollen.
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