Bald neuer BVB-Stürmer? Silva im Anflug. Foto: Octavio Passos/Getty Images
Wie Transferexperte Sacha Tavolieri berichtet, wird Silva heute nach Dortmund reisen, um am Abend sowie Freitagmorgen den Medizincheck zu absolvieren. Auch „Sky“ berichtet von einem „Done Deal“.
Laut dem Pay-TV-Sender verständigten sich die Klubs auf eine Ablösesumme von 22,5 Millionen Euro zuzüglich vier Millionen Euro möglicher Boni. Damit zahlen die Westfalen weniger als die ursprünglich kolportierten 30 Millionen Euro. Seit Dienstag klärten BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl und Wolves-Direktor Profifußball Domenico Teti die letzten Details wie die Zahlungsstrukturen und das finale Gesamtpaket.
Nach einer Einigung am Mittwoch geriet der Transfer aber etwas ins Stocken. Silva hatte einem Wechsel nach Dortmund grundsätzlich zugestimmt, zögerte aber bis zuletzt mit einer finalen Zusage. Wie „Sky“-Reporter Patrick Berger berichtete, schalteten sich die AC Milan und die AS Rom spät in den Poker ein und drohten einzugreifen. Der Angreifer hatte vor einiger Zeit den Wunsch geäußert, in Italien zu spielen. Der BVB musste daher länger als geplant auf grünes Licht des Offensivspielers warten.
Die Westfalen waren sich seit Freitag mit Silva über einen Vertrag bis 2030 einig. Mit der endgültig Bereitschaft des Portugiesen setzten sich der Bundesligist gegen mehrere Interessenten, darunter RB Leipzig, durch. Zudem bekommen die Schwarzgelben ein für einen Mittelstürmer ungewöhnlich vielseitiges Profil. Daher ist noch unklar, ob Silva als Guirassy-Backup oder für eine Doppelspitze vorgesehen ist. Laut Patrick Berger soll er Guirassy entlasten oder ihn, etwa im Falle einer Verletzung, ersetzen können, sowie als Vorgriff auf einen möglichen Abgang des Guineers verpflichtet werden.
Seine Variabilität macht den Offensivspieler zwar attraktiv, seine Trefferquote war in der Vergangenheit jedoch lange Zeit ausbaufähig. In 72 Partien für die Wolverhampton Wanderers erzielte Silva lediglich fünf Treffer und konnte in der Premier League nie richtig Fuß fassen. Die Wolves haben ihn deshalb mehrmals ausgeliehen. In der vergangenen Saison tankte der einmalige Nationalspieler Portugals in Spanien Selbstvertrauen. Für UD Las Palmas traf er in 24 LaLiga-Einsätzen zehnmal, konnte den Abstieg in die Zweitklassigkeit dennoch nicht verhindern.
Der 23-Jährige wird damit voraussichtlich der dritten BVB-Neuzugang in dieser Woche. Während Silvas Wechsel noch am obligatorischen Medizincheck hängt, haben Carney Chukwuemeka und Aaron Anselmino diesen Schritt bereits weit hinter sich. Beide Wechsel sind seit Dienstag beziehungsweise Mittwoch offiziell. Chukwuemeka wechselt fest vom FC Chelsea zum BVB, Anselmino per einjähriger Leihe.
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