Foto: Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images
Eigentlich sollte bei Borussia Dortmund gerade der Fokus auf der sportlichen Vorbereitung auf die neue Spielzeit liegen. Innerhalb der Mannschaft ist dies vermutlich auch der Fall, doch die Chefetage muss sich mit etwas herumplagen, was eigentlich als einfache Aufgabe galt: Die Vertragsverlängerung von Mario Götze. Diese zieht sich nun schon seit geraumer Zeit hin. Ihr Ausgang ist noch offen. Klar ist nur: Sein altes Gehalt wird der Weltmeister in Dortmund nicht wieder einstreichen.
Im Laufe der vergangenen Saison erlebte Mario Götze eine wahre Renaissance seiner Karriere. Zu Beginn der Spielzeit saß der Angreifer meist lediglich auf der Tribüne, wenn es einmal gut lief vielleicht noch auf der Bank. Irgendwann bekam der geduldige Götze dann seine Chance und nutzte sie fast sofort. Am Ende der Bundesliga-Saison standen 14 Torbeteiligungen in 26 Spielen für ihn zu Buche. Eine durchaus vernünftige Quote. In der Folge kündigten die BVB-Verantwortlichen um Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke Vertragsgespräche mit dem Weltmeister von 2014 an. Beide Seiten wüssten, was sie aneinander hätten, hieß es damals. Eine Verlängerung schien fast reine Formsache zu sein. Ganz so einfach gestaltet es sich nun doch nicht.
Nach der Sommerpause sollten die Gespräche aufgenommen werden und so bald wie möglich zu einem Ergebnis führen. Nun, mehr als drei Wochen nach Ende der Sommerpause, gibt es noch immer keine Einigung. Mehr noch: Götze kündigte vor kurzem im Interview mit der Bild an, dass er noch ein Jahr Vertrag habe und keinerlei Zeitdruck verspüre. Ein deutliches Zeichen an die Dortmunder Bosse.
Inzwischen ist laut kicker klar, warum sich die Vertragsgespräche in die Länge ziehen. Obwohl Mario Götze seit seiner Rückkehr im Jahr 2016 größtenteils eine sportlich schwierige Zeit durchlief, sieht er sich in einer wichtigen Position innerhalb des Kaders. Dem Fachmagazin nach glaubt Götze, dass er, wie Marco Reus und Rückkehrer Mats Hummels, ein achtstelliges Gehalt einfahren sollte, weil er sich in einer Reihe mit ihnen sieht.
Innerhalb des Vereins wird dies wohl anders gesehen. Die Verantwortlichen der Borussia sind offenbar dazu bereit, Götze ein Salär zwischen sieben und acht Millionen Euro jährlich zu überweisen. Somit stünde er in etwa auf einer Stufe mit Axel Witsel, Paco Alcácer und Julian Brandt. Grundsätzlich liegen die Seiten also nicht sehr weit auseinander, jedoch wird es wohl noch dauern, bis eine Seite den ersten Schritt machen wird. Klar ist allerdings eines: Zu den derzeitigen Konditionen wird das Arbeitspapier nicht verlängert. Wie der kicker berichtet seien die BVB-Bosse im drohenden Fall einer nicht zustande zu kommenden Verlängerung eher dazu bereit Mario Götze im kommenden Jahr ablösefrei gehen zu lassen, als ihm erneut zehn Millionen Euro pro Jahr zu geben.
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