Christof Koepsel/Getty Images
Die Verletzung des jungen Filippo Mane ist nach dem überraschenden Abbruch der Leihe von Aarón Anselmino die zweite bittere Klatsche für die BVB-Abwehr. Der Italiener verletzte sich kurz vor der Halbzeitpause im Bundesligaspiel gegen den 1. FC Heidenheim (3:2) am hinteren linken Oberschenkel. Der 20-Jährige sackte auf den Rasen im Signal Iduna Park und ließ Schlimmeres erahnen.
„Wenn jemand so zusammensackt, ist es sicher nicht nur eine kleine Muskelverletzung“, befürchtet BVB-Trainer Niko Kovač, der aber hofft, dass „nicht noch eine Sehne betroffen ist.“ Laut „Sky“-Reporter Jesco von Eichmann konnte Mane nach seiner Auswechslung kaum die Treppen in den Katakomben hinaufgehen. Den Abwehrspieler, der seit dem Wegfall Anselminos eine wichtige Rolle einnimmt, scheint es schlimmer erwischt zu haben.
Daher schließen die Westfalen nicht aus, am letzten Tag der Transferperiode zu reagieren. Wie die „Ruhr Nachrichten“ berichten, stellte sich Sportdirektor Sebastian Kehl erst fast eine Stunde nach Abpfiff den Medienvertretern. Grund dafür war eine Krisensitzung in der Kabine, in der man auch mit Kovač darüber beriet, ob der BVB aktiv einen neuen Innenverteidiger verpflichten müsse. Auf Nachfrage schloss Kehl nicht aus, dass die Schwarzgelben in diesem Winter doch noch einen Neuzugang vorstellen könnten.
Der 45-Jährige hatte in den vergangenen Wochen wiederholt betont, dass keine Transfers geplant seien. Diese Haltung bekräftigte er auch nach der jüngsten Verletzung: „Hätte sich Filippo nicht verletzt, hätten wir gar nichts mehr gemacht.“ Ob sich daran etwas ändert, hängt vor allem mit dem Schweregrad der Verletzung zusammen. „Jetzt werden wir nachdenken. Ich weiß, wieviele Spiele wir noch haben, wer zurückkommt, wer noch verfügbar ist. Von daher überlegen wir uns das und werden eine Entscheidung treffen“, kündigte Kehl an.
„Die Wahrscheinlichkeit ist nicht besonders hoch“, ordnete er jedoch ein. Zumindest dem Papier scheinen keine Verstärkungen nötig: Mit Waldemar Anton, Nico Schlotterbeck, Ramy Bensebaini, Niklas Süle und Emre Can verfügt der BVB über fünf Innenverteidiger für drei Positionen. Während Süle zuletzt nicht überzeugen konnte und den Klub voraussichtlich im Sommer verlassen wird, fehlte Can gegen Heidenheim krankheitsbedingt. Somit steht die Abwehr des Bundesligisten trotz nominell fünf Optionen auf wackligen Beinen.
Ein kurzfristiger Transfer müsse „Sinn machen“, erklärte Kovac auf der Pressekonferenz nach dem Heidenheim-Spiel. Der Kroate schloss eine Verpflichtung am Deadline Day nicht aus, betonte aber: „Es müsste ja etwas geben, was uns weiterhilft. Stand jetzt, bräuchten wir keinen.“ Sportdirektor Kehl plante dennoch, am Sonntagabend „ein, zwei Telefonate“ zu führen, um den Markt und Verfügbarkeiten auszuloten.
Am Morgen des letzten Tages der Wintertransferperiode könnte die Situation schon wieder anders aussehen. Borussia Dortmund bleibt allerdings nicht viel Zeit. Die Borussen – und der abgebende Verein – müssen bis um 20 Uhr alle notwendigen Dokumente im DFL-System zur Registrierung von Transfers hinterlegen. Konkrete Gerüchte um einen möglichen Kandidaten gibt es nicht. Sollte ein Last-Minute-Transfer an der Strobelallee aufkreuzen, wäre er daher in vielerlei Hinsicht überraschend.
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