Daniela Porcelli/Getty Images
Khedira ist ein wichtiger Faktor für Union. Routinier, Führungsspieler, Kapitän – all diese Rollen bekleidete der defensive Mittelfeldspieler in dieser Saison. Zudem zeigt er sich in der laufenden Spielezeit ungewöhnlich torgefährlich. Dank fünf Toren in der Bundesliga ist er, zusammen mit Stürmer Ilyas Ansah bester Torschütze der Köpenicker. Seine guten Leistungen fielen auch dem tunesischen Verband auf.
Der gebürtige Stuttgarter ist Sohn eines tunesischen Vaters und einer deutschen Mutter. Im Jugendalter beschloss er zunächst, dass er für Deutschland auflaufen wollte und durchlief die deutschen Jugendnationalmannschaften, von der U15 bis zur U21. Ander als sein großer Bruder, Weltmeister Sami Khedira, wurde Rani nie für die deutsche A-Nationalmannschaft nominiert. Im Jahr 2018 wollte ihn der tunesische Nationalverband erstmals zu sich lotsen, damals lehnte er noch ab, mit der Begründung, dass Deutschland sein Heimatland sei, in dem er geboren und aufgewachsen sei und dessen Sprache er spreche.
Im Jahr 2026 änderte sich seine Haltung allerdings, weshalb er sich schlussendlich doch für einen Verbandswechsel entschied, den die FIFA am 5. März auch bestätigte. Nun wurde Khedira vom tunesischen Nationaltrainer Sabri Lamouchi für die beiden Freundschaftsspiele gegen Haiti und Kanada nominiert.
Im Sommer hat Rani Khedira dann die große Chance, mit 32 Jahren an seiner ersten Weltmeisterschaft teilzunehmen, sofern er nominiert wird. In der tunesischen Nationalmannschaft trifft er auf bekannte Gesichter aus der ersten und zweiten Bundesliga wie Ellyes Skhiri (Eintracht Frankfurt), Elias Saad (Hannover 96) und Ismael Gharbi (FC Augsburg). Er ist einer von insgesamt acht Unionern, die für ihr jeweiliges Nationalteam berufen worden sind.
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