Alexander Hassenstein/Getty Images
Borussia Dortmund ist auf dramatische Weise aus der Champions League ausgeschieden – und im Mittelpunkt der Diskussionen steht ausgerechnet ein Spieler, der gar nicht auf dem Platz stand. Nico Schlotterbeck sah in der hitzigen Schlussphase des Play-off-Rückspiels bei Atalanta Bergamo die Rote Karte – von der Ersatzbank aus. Der Verteidiger selbst zeigte sich anschließend fassungslos und suchte öffentlich nach Erklärungen.
Der BVB hatte den 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel verspielt und lag im Rückspiel zwischenzeitlich bereits mit 0:3 zurück. Zwar brachte Karim Adeyemi mit seinem Treffer zum 1:3 die Hoffnung auf Verlängerung zurück, doch ein später Strafstoß besiegelte die 1:4-Niederlage und das Aus. In der hektischen Nachspielzeit eskalierte die Situation an der Seitenlinie, nachdem Atalanta-Spieler lautstark protestiert hatten.
Schlotterbeck schilderte seine Sicht der Dinge später bei Instagram. „Nachdem gefühlt zehn Spieler von Atalanta gleichzeitig aufgesprungen sind und sich lautstark beschwert haben, bin ich aufgestanden“, erklärte der 26-Jährige. Dabei habe er lediglich versucht, die Situation zu beruhigen: „Ich habe gesagt, sie sollen sich wieder hinsetzen. Das war alles. Ohne Beleidigungen, ohne Respektlosigkeiten oder sonst irgendwas.“
Warum der spanische Schiedsrichter Jose Maria Sanchez Martinez dennoch zur Roten Karte griff, blieb auch im Nachhinein unklar. Schlotterbeck betonte: „Warum ich dafür die Rote Karte gesehen habe, konnte mir der Schiedsrichter selbst nach dem Spiel nicht erklären.“
Auch Trainer Niko Kovac stellte sich hinter seinen Abwehrspieler und äußerte Zweifel an der Entscheidung. Aus seiner Sicht sei kein gravierendes Fehlverhalten erkennbar gewesen. Als mögliche Ursache vermutete er lediglich das Verlassen der Coaching-Zone, betonte jedoch, dass selbst diese Erklärung nicht bestätigt worden sei.
Die endgültige Begründung für den Platzverweis steht weiterhin aus. Die Verantwortung für Aufklärung liegt nun beim Schiedsrichter und der UEFA.
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