Aaron Anselmino. Foto: Frederic Scheidemann/Getty Images
„Er ist erst seit einer Woche bei uns. Mein Spanisch ist schlecht, sein Englisch ist okay – und trotzdem hat er es gut gemacht“, sagte Kovac auf der Pressekonferenz nach dem ersten Saisonsieg des BVB über Anselmino. Mit der Leihe des 20-Jährigen hätten die Westfalen einen „guten Fang“ gemacht. Obwohl der Defensivspieler seit Mitte Februar nur 64 Minuten auf dem Platz stand, wirkte er bei seinem Debüt vor über 80.000 Fans im Westfalenstadion gelassen und zielstrebig.
Mit mutigen Grätschen eroberte Anselmino mehrere Bälle und erntete dafür Szenenapplaus. Zudem konnte er das Offensivspiel der Borussen mitgestalten. Bis auf kleine Wackler (verhinderte durch zu hartes Einsteigen gegen Union-Keeper Rönnow eine frühere Führung (32.), leistete sich gegen Ilic einen groben Schnitzer (42.)) war es ein geglückter Bundesliga-Einstand. Kovac schwärmte von einem „sensationell guten“ Debüt.
„Solange die Kräfte gereicht haben, hinterließ er einen sehr abgeklärten Eindruck. Sehr souverän, sehr zweikampfstark“, so der 53-Jährige. Der gute Auftritt der Chelsea-Leihgabe dürfte nach den großen Defensivsorgen der vergangenen Wochen für etwas Aufatmen gesorgt haben. Auch wenn es noch nicht für ein Spiel über die volle Distanz reichte. Nach 76 Minuten musste Anselmino ausgewechselt werden. Laut Kovac komme es „nach 70, 75 Minuten zu Krämpfen, wenn man keine Kontinuität hat.“ Für den BVB-Trainer jedoch kein Grund zur Sorge.
„Das wird sicherlich in den nächsten Wochen behoben werden, wenn er den Rhythmus bekommt“, zeigte er sich optimistisch. Anselminos Fitnesszustand stimme ihn jedenfalls zuversichtlich. Der 20-Jährige fiel in der vergangenen Rückrunde verletzungsbedingt zwar lange aus, sei nun aber „körperlich richtig fit.“ Ein vielversprechender erster Auftritt im schwarzgelben Dress, der durchaus Hoffnung auf mehr machte. Oder in Kovacs knappem Fazit: „Top.“
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