Photo by Christof Koepsel/Getty Images
Die Zukunft von Nico Schlotterbeck bei Borussia Dortmund bleibt eines der bestimmenden Themen rund um den BVB. Obwohl sein Vertrag noch bis 2027 läuft, ist eine Verlängerung bislang nicht fix – und das nährt Spekulationen über einen möglichen Wechsel zum FC Bayern München.
Aus Sicht von Europameister Thomas Helmer ist ein Abgang des Nationalverteidigers keineswegs ausgeschlossen. Im Gespräch mit „Sport1“ äußerte der frühere Bayern-Profi Zweifel an einem langfristigen Verbleib des Innenverteidigers in Dortmund. Er glaube nicht, „dass Schlotterbeck noch viele Jahre beim BVB spielen wird. Da müsste sich in Dortmund einiges ändern. Er will Titel holen.“
Helmer verweist dabei auf die sportliche Perspektive. Qualitativ sehe er die Münchner „im Moment auf einem ganz anderen Level“. Gerade mit Blick auf Titelchancen könnte der Rekordmeister für Schlotterbeck also besonders reizvoll sein.
In München wiederum steht die Verlängerung von Dayot Upamecano kurz vor dem Abschluss. Lange galt diese Personalie als entscheidend für die Kaderplanung in der Innenverteidigung. Doch für Helmer ist klar: „Viele sagen, dass die Tür zu den Bayern wegen Upamecano zu ist. Das sehe ich anders.“
Sportlich, so der 60-Jährige, „würde das weiterhin sehr gut passen“. Grundsätzlich spricht für Helmer wenig gegen einen Transfer des 26-Jährigen: „Für mich spricht nichts gegen einen Wechsel nach München. Außer, dass sie aktuell zumindest genügend Innenverteidiger haben und dass er viel Geld kostet.“
Ein Argument, das für Schlotterbeck spricht: sein linker Fuß. In der aktuellen Bayern-Defensive ist er auf dieser Position rar gesät, dazu kommt der Status als deutscher Nationalspieler – ein Profil, das in München traditionell geschätzt wird.
In Dortmund wünscht man sich derweil Klarheit. Die Verantwortlichen wollen vermeiden, mit ihrem Abwehrchef ins letzte Vertragsjahr zu gehen. Sportdirektor Sebastian Kehl betonte zuletzt öffentlich den Handlungsbedarf: „Ich bin ein Freund von Klarheit in allen Bereichen.“ Und weiter: „Nico weiß, dass wir so schnell wie möglich eine Entscheidung wollen!“
Schlotterbeck selbst lässt sich jedoch Zeit – was Helmer ausdrücklich nachvollziehen kann: „Ich finde, das ist sein gutes Recht. Er hat noch Vertrag bis 2027. Ich finde es nachvollziehbar, dass er sich das ganz genau anguckt, um dann eine Entscheidung zu treffen.“
Damit bleibt die Situation offen. Trotz einer sich anbahnenden Verlängerung von Upamecano ist das Thema Schlotterbeck beim FC Bayern offenbar keineswegs erledigt. Die kommenden Wochen könnten entscheidend werden – für Dortmund, für München und für einen der gefragtesten Innenverteidiger Deutschlands.
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