Borussia Mönchengladbach

Nach Umbruch-Ankündigung: Verlässt Max Eberl Gladbach?

Vor rund zwei Wochen machte man bei Borussia Mönchengladbach die überraschende Ankündigung, sich zum Saisonende von Cheftrainer Dieter Hecking zu trennen. Zudem kündigte Sportdirektor Max Eberl neben dem Trainerwechsel in der einberufenen Pressekonferenz einen Umbruch an. Nach der Vorstellung des künftigen Cheftrainers in Person von Marco Rose und weiteren Abgängen, könnte auch der Manager künftig über einen Wechsel nachdenken.

Eberl: Vielversprechende Zusage aus Gladbach

Max Eberl feierte in diesem Jahr sein 20-jähriges Vereinsjubiläum bei den Fohlen. Nach fünf Jahren als Spieler, fünf weiteren Jahren als Nachwuchskoordinator und inzwischen zehn Jahren als Sportdirektor könnte für Eberl nach 21 Jahren womöglich Schluss sein. Wie die „Sport Bild“ berichtet, steht der 45-Jährige nach wie vor auf der Wunschliste des FC Bayern München und könnte 2020 einen Platz im Vorstand des Rekordmeisters einnehmen.

Bereits 2017 gab es Gespräche zwischen Bayerns Präsident Uli Hoeneß und dem ehemaligen Gladbachprofi. Damals gab es keine Einigung zwischen den Parteien. Laut dem Fachmagazin ließ Hoeneß, trotz Eberls Absage, sein Interesse nie gänzlich ruhen. Nach den gescheiterten Verhandlungen verlängerte Eberl seinen Vertrag bis 2022, soll sich im Gegenzug jedoch eine vielversprechende Zusage geben haben lassen. Sollte der FC Bayern ein erneutes Angebot machen, dürfen ihm die Gladbach-Bosse dem Bericht zufolge keine Steine in den Weg legen.

Eberl oder Salihamidzic – mit wem plant der FC Bayern?

Neben der Fohlenelf führt auch der bayrische Rekordmeister derzeit zukunftsweisende Änderungen durch. Hoeneß hat Oliver Kahn als Nachfolger von Karl-Heinz Rumme­nigge als Vorstandsvorsit­zender im Aufsichtsrat durchgesetzt. Offizieller Amtseintritt Kahns ist zwar erst der 1. Januar 2022, der Einstieg des 49-Jährigen ist aber schon für 2020 geplant. Der ehemalige Torhüter bildet sich bereits einen Eindruck seines zukünftigen Klubs und hinterfragt gegenwärtig alle Personalien im Klub, um sich einen unabhängigen Eindruck zu bilden. Mit Bayerns gegenwärtigem Sportdirek­tor Hasan Salihamidzic versteht sich Kahn grund­sätzlich gut.

Der Klub engagierte Salihamidzic im August 2017 nach der Ab­sage von Eberl, doch dessen Vertrag läuft nur bis Juni 2020. Bayerns Präsident zeigt sich begeistert vom Arbeitseinsatzes seines Sportdirektors, stellte ihm sogar eine Beförderung zum Sportvor­stand in Aussicht. Eine endgültige Entscheidung ist aber nach wie vor offen. Doch eine Beförderung Salihamidzic würde gleichzeitig einen Verzicht auf die Personalie Eberl bedeuten. Zudem machte Salihamidzic in der Vergangenheit deutlich, unter keinem anderen Sportchef arbeiten zu wol­len.

Eberl sucht einen Mann an seiner Seite

Parallel dazu arbeitet Max Eberl in Gladbach selbst an zukunftsweisenden Änderungen. Der Plan des 45-Jährigen: Die Borussia soll nicht weiter von einer Person abhängig sein. Damit plant Eberl eine Zukunft, die auch ohne ihn funktionieren würde. Den Anfang machte die Erweiterung des Betreuerstabs und der medizinischen Abteilung im Sommer 2018. Mit der Trennung von Cheftrainer Dieter Hecking zum Ende der Saison folgt der zweite Streich. Ihn ersetzt Salzburgs Noch-Trainer Marco Rose.

Als nächsten Schritt sucht Eberl nach einem Mann an seiner Seite. Als möglicher Kandidat für diesen Posten galt zuletzt Rouven Schröder, Sportchef des 1. FSV Mainz 05. Doch der 43-jährige Sauerländer möchte vorerst bei den Rheinhessen bleiben. Damit muss Eberl sich weiter auf die Suche nach einem geeigneten Kandidaten machen. Für eine Zukunft, in der er zusammen mit Kahn die neuen Bayern aufbauen kann?