Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images
Seit der Saison 2013/2014 spielt der Brasilianer Raffael bei Borussia Mönchengladbach. Inzwischen neigt sich seine Karriere dem Ende zu. Der Angreifer ist 34 Jahre alt, sein Vertrag läuft im kommenden Sommer aus. Während er in den ersten Jahren am Niederrhein noch Leistungsträger war, ist er inzwischen nur noch als Ersatz eingeplant. Für Raffael selbst ist das aber kein Problem.
Im Sommer übernahm Marco Rose das Zepter bei Borussia Mönchengladbach. Der junge Trainer kam von RB Salzburg und brachte von dort seine Philosophie des hohen, energischen Anlaufens gepaart mit schnellen Kontern mit. Um seinen Fußball spielen lassen zu können, verpflichteten die Fohlen mit Breel Embolo und Marcus Thuram zwei wuchtige Angreifer, die gleichzeitig Geschwindigkeit und Ballgefühl mitbringen.
Leidtragender der Umstellung und der Verpflichtungen ist Raffael. Jahrelang war der Brasilianer die Konstante in der Offensivreihe der Borussia. Nun muss er sich mit einem Platz auf der Bank begnügen. Wegen seines fortgeschrittenen Alters ist das für ihn aber nicht mehr von großer Bedeutung. „Ich bin nicht mehr der Jüngste, es ist nicht das Wichtigste, ob ich über 90 Minuten spiele oder nur ein paar Minuten“, wird Raffael vom „kicker“ zitiert. „Wenn der Trainer mich braucht, dann bin ich bereit, auch wenn ich nur von der Bank komme.“
In den kommenden Wochen und Monaten könnte er eine nicht unwichtige Rolle im Kader einnehmen. Bis zum 21. Dezember stehen den Fohlen – trotz zweier zweiwöchigen Länderspielpausen – noch ganze 18 Pflichtspiele bevor. Bei dem von Rose bevorzugten Powerfußball werden die Spieler in der Offensive gelegentlich mal eine Verschnaufpause benötigen. Dann kann der Brasilianer beweisen, dass er trotz seiner 34 Jahre noch immer nicht zum alten Eisen gehört.
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