Borussia Mönchengladbach

Steht die Borussia im Sommer vor dem Um- oder Zusammenbruch?

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Seit Donnerstag steht fest, dass auch Marcus Thuram und Ramy Bensebaini Borussia Mönchengladbach im Sommer ablösefrei verlassen werden. Mit Hinblick auf die zukünftige Kaderplanung sind dies zwei bittere Pillen, die die Gladbacher nun ebenfalls schlucken müssen. Erst vor wenigen Tagen wurde auch der Abgang des Kapitäns Lars Stindl bestätigt. Was bedeutet das für die kommende Spielzeit?

Gladbach entgehen wichtige Ablösen

Zu Beginn der Saison 2022/23 gaben die Fohlen Mathias Ginter an den SC Freiburg ablösefrei ab. Zudem verließ Breel Embolo Gladbach in Richtung AS Monaco, für ihn erhielt man 12,5 Millionen Euro. Im Winter, kurz nach der Weltmeisterschaft in Katar, wechselte dann Stammtorhüter Yann Sommer für acht Millionen Euro zum FC Bayern. Im Gegenzug kam Jonas Omlin als Ersatz für neun Millionen Euro an den Niederrhein.

Zum Ende der Saison werden mit Bensebaini und Thuram nun zwei Hochkaräter den Verein verlassen. Bensebaini hat einem Marktwert von 20 Millionen Euro, Thuram kommt sogar auf 32 Millionen Euro. Bei beiden hat die Borussia nicht früh genug gehandelt, sodass man sie ablösefrei gehen lassen muss.

Stindl, der auf einen Marktwert von 2,5 Millionen Euro kommt, wird voraussichtlich in die Heimat nach Karlsruhe zurückkehren – ebenfalls ohne einen Erlös für Mönchengladbach. Im Juni endet zudem die Leihe von Julian Weigl, er wird voraussichtlich zu Benfica Lissabon zurückkehren.

Fällt die Borussia jetzt auseinander?

Obwohl sich der Marktwert vieler Spieler bei Gladbach erst erhöht hat, gehen den Fohlen durch so viele ablösefreie Transfers viele Einnahmen ab. Mit dem Ausbleiben von Bonusgeldern aus dem DFB-Pokal und vermutlich auch ohne europäische Boni steht am Ende eine negative Bilanz da. Besonders Thurams und Bensebainis Transfers und natürlich der Verlust des langjährigen Kapitäns werden weh tun.

Rutschen die Fohlen nächste Saison also komplett ab? Das hängt sicherlich auch von den Entwicklungen im kommenden Transferfenster ab. Mit Luca Netz, Joe Scally, Manu Koné, Hannes Wolf und Nathan Ngoumou sind einige junge Spieler im Kader, die noch einen Schritt nach vorne machen können. Hinzu kommen Florian Neuhaus, Nico Elvedi oder Ko Itakura, die im besten Fußballeralter sind und Routiniers wie Alassane Plea, Patrick Herrmann, Jonas Hofmann oder Christoph Kramer.

Rund um diese Spieler gilt es, in der nächsten Saison etwas aufzubauen. Dabei können auch junge Talente eine Rolle aus dem eigenen Nachwuchs eine Rolle spielen. Klar ist, dass Sportdirektor Roland Virkus und Trainer Daniel Farke alle Hände voll zu tun haben werden.

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