Auch in den Pressekonferenzen zur Champions League, wie hier mit Bayern München beim FC Basel 2012, war Jubilar Jupp Heynckes selten um gute Sprüche verlegen... Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images
Jupp Heynckes erlebt dieser Tage mehrere Jubiläen. Mit Borussia Mönchengladbach feierte er am 21. Mai 1975 – vor 50 Jahren – den Gewinn des UEFA-Pokals nach 0:0 in Düsseldorf und 5:1 im Rückspiel bei Twente Enschede.
In dieser Partie am 21. Mai 1975, wenige Wochen nach seinem 30. Geburtstag, gelangen Heynckes drei Treffer. „Drei Tore in einem Finale sind sicher besonders“, erinnert sich Heynckes im großen Kicker-Interview zum 80., „ich habe dem aber nicht so viel beigemessen.“
Als Trainer von Bayer Leverkusen stichelte der gebürtige Mönchengladbacher ausnahmsweise mal gegen die Bayern. Einer dieser Sprüche von Jupp Heynckes, den er 2010 mit einem Augenzwinkern brachte: „Ich war ja letztes Jahr in München und damals hat man sich gefreut, Zweiter zu werden“.
Wurde bei den Bayern der Trainerposten frei, so brachte man im Medien-München fast reflexartig Jupp Heynckes ins Spiel…
Die Entscheidungsfindung überließ „Don Jupp“ 2017 dabei seinem Schäferhund Cando: „Meine Tochter, meine Frau haben mir zugeraten, haben gesagt: Wir kriegen das hin, wir machen das. Und dann hat Cando zweimal gebellt und dann war das Ding in trockenen Tüchern.“
Als Heynckes 2018 dann in die hoch verdiente Fußball-Rente ging, gab es einen der besten Sprüche über Jupp Heynckes. So empfahl Reporter-Legende Uli Köhler den Bayern, „ihm seinen geliebten Bauernhof in Schwalmtal nachzubauen.“
Das machten die Münchner natürlich nicht, obwohl Heynckes sie 2013 zum historischen „Triple“ coachte. Beim Bankett in London hatte Co-Trainer Hermann „Der Tiger“ Gerland Weisheiten für den oft in sich gekehrt, etwas hölzern wirkenden Heynckes („Ich muss sagen, ich bin der Meinung“): „Josef, heute Champions-League-Sieger, ich möchte, dass du ein bisschen lockerer wirst. Irgendwann… irgendwann holt uns der Sensenmann. Du kommst in den Himmel und ich inne Hölle, aber heute müssen wir die Sau raus lassen…“
Heynckes, der Introvertierte. Dass sein Trainer-Rivale Christoph Daum († 2024) vom 1. FC Köln im Endspurt der Meister-Saison 1988/89 mit deftigen Sprüchen gegen ihn schoss, verletzte den Bayern-Coach mehr, als man vermuten mochte.
„Heynckes könnte auch Werbung für Schlaftabletten machen“, hatte Daum unter anderem geunkt.
Die ultimative Abrechnung der beiden Trainer-Rivalen und ihrer Steine-Aufleser im Hintergrund, Uli Hoeneß bei Bayern und Udo Lattek († 2015) beim FC, entlud sich dann wenig später in einem legendären Auftritt im ZDF-„Sportstudio“.
Bester Spruch von Jupp Heynckes dabei: „Daum hat die Bundesliga PR-mäßig angeheizt.“
Die Bayern gaben – wie so oft – die Antwort auf dem Platz und gewannen das direkte Duell in Köln wenig später mit 3:1.
Kein Glück hatte Heynckes auf seiner nächsten Bundesliga-Station, 1994 bei Eintracht Frankfurt. Er überwarf sich vor laufender TV-Kamera mit Top-Torjäger Anthony Yeboah („Yeboah hat Schwierigkeiten, sich zu artikulieren.“).
Yeboah und Mittelfeld-Regisseur Maurizio Gaudino wurden von Heynckes im Dezember 1994 im Anschluss an eine angeblich „zu lax“ absolvierte Trainingseinheit suspendiert – Eintracht Frankfurt war danach über Jahrzehnte als Spitzenverein ruiniert.
Für Frankfurt-Idol Manfred „Manni“ Binz steht dennoch bis heute fest: „Jupp Heynckes war der beste Trainer, den ich je hatte.“
Ein großes Wort. Alles Gute zum Geburtstag, „Don Jupp“.
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