Bundesliga

Bundesliga-Idol wird 50: Seine besten Sprüche, seine Rekorde

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Happy Birthday! Ailton Goncalvez da Silva, besser bekannt als Ailton (Weltkarriere unter bürgerlichem Namen nicht möglich), „Kugelblitz“ oder „Freibad-Toni“ – Der legendäre Brasilianer feiert am 19. Juli 2023 seinen 50. Geburtstag. Das Portal Fussballdaten.de verneigt sich vor der Gesamt-Leistung von Ailton, einem Original der Bundesliga.

Werder Bremen holte Ailton von den UNAL Tigres aus Mexiko in die Bundesliga. Dass der „Kugelblitz“, wie der bullige Brasilianer auch genannt wurde, und Werder-Coach, Schach-Großmeister und Disziplinfanatiker Felix Magath keine Freunde fürs Leben werden würden, konnte man sich denken.

Magath setzte Ailton in seiner einzigen Saison als Werder-Coach 1998/99 nur 12-mal ein. Davon nur 4-mal in der Startelf.

Unter Thomas Schaaf steigerte Ailton seine Tor-Anzahl bei den Bremern kontinuierlich: 12 Tore waren es 1999/2000, jeweils 16 in den Spielzeiten 2001/2002 und 2002/2003.

Kurios: Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft einer brasilianischen Landsleute Marcio Amoroso, Ewerthon und Evanilson 2002 mit Borussia Dortmund ließ es sich Ailton nicht nehmen, mit ihnen in der BVB-Kabine ein Bier zu zischen.

2004: Mehr Ailton geht nicht

  • 2004 durfte der Brasilianer selbst das Meister-Bier aufmachen. Deutscher Meister und Pokalsieger mit Werder Bremen, mit 28 Toren Bundesliga-Torschützenkönig, „Fußballer des Jahres“ in Deutschland als erster ausländischer Profi überhaupt und mit 37 Scorer-Punkten bis dato Rekord-Mann in der seit 1995/96 erhobenen Scorer-Wertung der Liga.

Und was sagte er selbst dazu, nachdem er Bremen ausgerechnet im direkten Duell beim FC Bayern (3:1) zum Titel geschossen hatte: „Jetzt ich muss mit Mannschaft Feuer machen.“ 

Aber: Ailton weinte an diesem denkwürdigen 8. Mai 2004 im Münchner Olympiastadion auch bittere Abschiedstränen. Sein Transfer zum FC Schalke 04 stand da bereits fest. Irgendwie muss der gute Toni wohl ein ungutes Gefühl gehabt haben. „Alles, was ich bisher über Gelsenkirchen gehört habe, ist ein Desaster“, sagte er.

So spielte der Desaster-Toni dann auch. Oder, wie SAT1-Reporter und Ruhrpott-Poet Werner Hansch es formulierte: „Ailton! Bisher hat er gespielt wie ein Haufen wehleidiger Quark.“

„Was macht man mit dem Toni?“

Mit dem „Freibad-Toni“, auf Schalke legte sich Ailton auf der Arena-Ersatzbank gegen Bayer Leverkusen mal demonstrativ zum Sonnen hin, hatte man beim Revierklub aber mal so richtig Spaß. „So ist er halt, der Toni, wenn er müde ist, kratzt er sich am Kopf“, kommentierte S04-Trainer Ralf Rangnick eine Auswechslung von Ailton, bei dem dieser ihm den Vogel gezeigt hatte… „Was macht man mit dem Toni?“, war es Schalke-Macher Rudi Assauer ratlos.

Die Quark-Tortur auf Schalke beendete Ailton nach nur einer Saison, mit immerhin 14 Toren aus 29 Bundesliga-Spielen für „Königsblau“.

Danach war er – außer bei Südwest-Verbandsligist Hassia Bingen – nie mehr länger als eine Saison bei einem Verein beschäftigt. Besiktas Istanbul, Hamburger SV, Roter Stern Belgrad, Grasshoppers Zürich, MSV Duisburg, SCR Altach – suchen Sie sich ihren Lieblings-Ailton-Klub heraus.

  • In 20 Profi-Jahren spielte Ailton für 21 Klubs.
  • Einen nationalen Titel gewann er nach dem Abschied aus Bremen nicht mehr, da er Besiktas (Türkischer Pokalsieger 2006) und Roter Stern (Serbischer Meister 2007) jeweils nach der Hinrunde verließ.
  • Nach dem Schweizer Stéphane Chapuisat und seinem brasilianischen Landsmann Giovane Elber war Ailton der erst dritte ausländische Profi, der die Marke von 100 Bundesliga-Toren knackte.

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