(Photo by Angel Martinez/Getty Images)
Der FC Fulham hat einen neuen Trainer gefunden: Álvaro Arbeloa übernimmt den Premier-League-Klub und unterschreibt einen Vertrag über drei Jahre. Der frühere Real-Madrid-Coach folgt auf Marco Silva, der nach der vergangenen Saison zu Benfica gewechselt ist. Für Arbeloa ist es die erste Trainerstation außerhalb Spaniens – aber nicht die erste Erfahrung in England. Als Spieler lief der frühere Verteidiger bereits für Liverpool und West Ham United auf.
„Es ist eine große Ehre für mich, dieses neue Kapitel bei Fulham FC, dem ältesten Klub Londons, zu beginnen“, sagte Arbeloa in der Vereinsmitteilung. Zugleich sprach der 43-Jährige von einem „großen Verantwortungsgefühl“ und bedankte sich bei Shahid Khan und Tony Khan für das Vertrauen. Besonders freue er sich darauf, die Atmosphäre am Craven Cottage zu erleben und mit der Vorbereitung auf die neue Saison zu starten.
Fulham setzt damit auf einen Trainer mit großem Namen, aber noch überschaubarer Erfahrung auf Topniveau. Als Spieler gewann Arbeloa mit Real Madrid zweimal die Champions League und gehörte zum spanischen Weltmeister-Kader von 2010. Auf der Trainerbank verlief sein jüngstes Kapitel jedoch nicht reibungslos. Bei Real Madrid übernahm er im Januar nach Xabi Alonso, schied mit dem Klub im Champions-League-Viertelfinale gegen Bayern München aus und beendete die Saison ohne Titel.
Auch national blieb seine Amtszeit schwierig. Das frühe Aus in der Copa del Rey gegen Zweitligist Albacete und mehrere Rückschläge in La Liga beschädigten die Titelhoffnungen der Königlichen. Nun bekommt Arbeloa in London die Chance, diesen Eindruck zu korrigieren.
Fulham-Besitzer Shahid Khan sieht in ihm dennoch den passenden Kandidaten. Arbeloa sei ambitioniert, kenne große Klubs und habe klare Vorstellungen von offensivem Fußball und Nachwuchsentwicklung. Genau das soll Fulham nach Platz elf in der vergangenen Premier-League-Saison weiterbringen.
Für Arbeloa beginnt damit ein Neustart mit Druck, aber auch mit reizvoller Perspektive. Fulham sucht nach Stabilität nach der langen Silva-Ära – und Arbeloa nach dem Beweis, dass er nicht nur als Spieler, sondern auch als Trainer in England bestehen kann.
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