EAST RUTHERFORD, NEW JERSEY - JULY 05: Vinicius Junior #7 of Brazil is consoled by Carlo Ancelotti, Head Coach of Brazil, after the team's 1-2 defeat in the FIFA World Cup 2026 Round of 16 match between Brazil and Norway at New York New Jersey Stadium on July 05, 2026 in East Rutherford, New Jersey. (Photo by Buda Mendes/Getty Images)
Brasiliens WM-Traum ist wieder früh geplatzt. Die Seleção verlor im Achtelfinale im MetLife Stadium mit 1:2 gegen Norwegen und verpasste damit erneut den erhofften Schritt Richtung sechster WM-Titel. Zwei späte Tore von Erling Haaland entschieden die Partie, Neymar traf in der Nachspielzeit per Elfmeter nur noch zum Anschluss. Zuvor hatte Bruno Guimarães früh vom Punkt vergeben.
Für Carlo Ancelotti ist das Aus ein harter Rückschlag. Der italienische Startrainer war geholt worden, um Brasilien nach Jahren der Enttäuschungen wieder an die Weltspitze zu führen. Doch auch unter ihm setzte sich ein bekanntes Muster fort: Seit dem WM-Triumph 2002 scheitert Brasilien in K.o.-Spielen regelmäßig an europäischen Gegnern. Das Aus gegen Norwegen bedeutet zudem das früheste WM-Ende seit 1990.
Ancelotti denkt dennoch nicht an Rücktritt. „Eine Niederlage ist der Start eines neuen Abenteuers. Jetzt müssen wir weiter hart arbeiten und uns verbessern“, sagte er nach dem Spiel. „Das ist Fußball. Das ist Sport. Man muss damit umgehen. Wir werden das als Energie für die Zukunft nutzen.“ Der frühere Trainer von Real Madrid und AC Mailand hatte erst zuletzt seinen Vertrag bis 2030 verlängert.
Sportlich war der Auftritt gegen Norwegen zu wenig. Brasilien hatte nur 34 Prozent Ballbesitz, blieb über weite Strecken ideenarm und wurde für vergebene Chancen bestraft. Vinícius Júnior, einer der auffälligeren Spieler des Turniers, brachte die Lage nüchtern auf den Punkt: „Aus einer WM auszuscheiden, ist immer ein großer Schlag. Aber jetzt müssen wir weitermachen, viel mehr können wir nicht tun.“
Besonders emotional wurde der Abend durch Neymars Abschied. Der 34-Jährige beendete nach dem Spiel seine Karriere in der Nationalmannschaft. Sein später Treffer änderte nichts mehr am Ergebnis, war aber der letzte Moment im gelben Trikot.
Für Brasilien beginnt nun eine längere Neuordnung. Ancelotti sprach von der Notwendigkeit, „frisches Talent“ und Spieler für die Zukunft zu finden. Namen wie Endrick stehen für diesen nächsten Zyklus. Der Verband versuchte in einer Mitteilung Zuversicht zu verbreiten: „Heute verabschieden wir uns von der Weltmeisterschaft, aber wir sind sicher, dass wir stärker zurückkommen werden.“
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