Eintracht Frankfurt

Bobic dementiert Rebic-Rückkehr – Jesus Vallejo hat aktuell keine Priorität

Die Mannschaft von Eintracht Frankfurt befindet sich aktuell in Florida. Dort bereitet sich Adi Hütter und seine Spieler auf die kommende Rückrunde vor. Mit 18 Punkten und Platz 13 beenden die Hessen die erste Halbserie der Bundesliga. Lediglich drei Punkte beträgt der Vorsprung auf Fortuna Düsseldorf, die auf dem Relegationsplatz überwintern. Um nicht noch tiefer in den Abstiegskampf zu geraten, schaut sich Fredi Bobic auf dem Transfermarkt um und sucht nach passenden Verstärkungen. Dabei spielen zwei ehemalige Frankfurter eine gewichtige Rolle.

Jesus Vallejo vor Rückkehr – Bobic schließt vorzeitigen Abbruch der Rebic-Leihe aus

Der junge Spanier spielte in der Saison 2016/17 für die Frankfurter. Dabei überzeugte er durch starke Leistungen und kehrte nach einem Jahr nach Madrid zurück. Dort konnte der Verteidiger jedoch nur selten glänzen, wie in Frankfurt. Verletzungen warfen den heute 22-Jährigen oft zurück und somit verringerten sich die Einsatzzeiten. Es folgte ein Wechsel nach England, wo Jesus Vallejo für die Wolverhampton Wanderes aktiv ist. Jedoch wird er auch dort kaum berücksichtigt. Real Madrid spielt mit dem Gedanken die Leihe vorzeitig zu beenden.

Neben dem VfL Wolfsburg sollen vor allem die Hessen großes Interesse an einer Verpflichtung zeigen. Nach Informationen der „Frankfurter Rundschau“ sei man sich mit dem Spieler bereits einig. Lediglich die Einigung der Vereine fehle noch. Gegenüber dem „kicker“ schlägt Fredi Bobic jedoch andere Töne an. In den Augen des Sportvorstands ist Frankfurt in der Abwehr gut aufgestellt. „Wir haben auf seiner [Jesus Vallejo;d.Red.] Position mit unserem Kapitän David Abraham und Almamy Toure zwei Spieler“, so Bobic. Jedoch lässt er eine Hintertür für den Spanier offen. „Ich habe zu seinem Berater ein gutes Verhältnis. Wir setzen uns natürlich auch mit ihm auseinander. Wir haben noch drei Wochen vor uns, wer weiß, was noch passiert.“

Recht deutliche Worte findet der 48-Jährige auf die Frage nach einer Rückkehr von Ante Rebic. Kurz vor Transferschluss wechselte mit ihm der letzte Teil der hessischen Büffelherde nach Italien. Der Kroate fand sich nach seinem Abschied aus Frankfurt zumeist auf der Ersatzbank des AC Mailand wieder. Bis 2021 läuft das Leihgeschäft mit Milan noch, jedoch machen schon seit Wochen die Gerüchte um eine vorzeitige Rückkehr nach Frankfurt die Runde. Wie das italienische Online-Portal „Calciomercato“ nun berichtet, ist der Abschied aus Mailand bereits beschlossen. Die Berater des Kroaten arbeiten im Hintergrund an einer Rückkehr nach Frankfurt, heisst es in der Quelle weiter. Fredi Bobic bezieht im Gespräch mit dem „kicker“ Stellung um die Gerüchte. „Da ist gar nichts dran“, so der Sportvorstand.

Kaderqualität genügt für bessere Rückrunde – Wintertransfers sollen nicht erzwungen werden

Egal ob Vallejo, Rebic oder ein sonstiger Name: Fans und Experten fordern Verstärkungen im Winter. Fredi Bobic will sich aber zu nichts drängen lassen und glaubt an den derzeitigen Kader. „Mit der Struktur und Qualität des Kaders sind wir sehr zufrieden. Wenn alle Jungs gesund und fit sind, werden sie performen. Das ist sicher“, wird der 48-Jährige vom „kicker“ zitiert. Alleine an Kompaktheit und Aggressivität fehle es momentan.

Grundsätzlich will sich Bobic Neuzugängen im Winter nicht völlig verschließen, jedoch sieht er keinen Mehrwert darin wegen schlechter Ergebnisse in Aktionismus zu verfallen. „Es ist einfach zu sagen, wir holen jetzt noch mal drei, vier Spieler, aber das macht vor allem im Winter keinen Sinn“, erklärt er. Er sei offen dafür zuzuschlagen, sofern „ein Fenster aufgeht“. Die Mannschaft habe sich aber einen Vertrauensvorschuss verdient, sodass dies kein Muss sei.