FC Augsburg

Gut wie nie – Der FC Augsburg überrascht

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Schlecht waren die Prognosen, nicht überzeugend die Vorbereitung und auch der Saisonstart des FC Augsburg verlief nicht optimal. Nach dem Pokal-Aus gegen den 1. FC Magdeburg und der Niederlage gegen den Hamburger SV am ersten Spieltag stand für die meisten Experten fest: Augsburg ist in dieser Saison Abstiegskandidat Nummer eins! Jedoch stehen die Fuggerstädter nach den ersten vier Spielen so gut da wie noch nie in ihrer Bundesliga-Historie.

„Wir freuen uns über die sieben Punkte auf der Habenseite“, sagte Cheftrainer Manuel Baum auf der Pressekonferenz nach der Partie bei Eintracht Frankfurt. Diese hatte man mit 2:1 für sich entschieden – und somit einen Rekord aufgestellt. Sieben Punkte hatte der FC Augsburg nach vier Spielen noch nie. Ein überraschender Rekord, wenn man auf den enttäuschenden Saisonstart zurückblickt. Doch seitdem läuft es bei Baum und seinem Team

Baum setzt auf Talente und Dreierkette

Nach dem Klassenerhalt in der letzten Saison verließen den FC Augsburg viele langjährige Leistungsträger. Neben U21-Europameister Dominik Kohr gingen auch ältere Spieler wie Halil Altintop, Raúl Bobadilla und Kapitän Paul Verhaegh von Bord. Im Gegenzug wurden eher junge Akteure wie Michael Gregoritsch, Sergio Córdova und Rani Khedira verpflichtet. Baum verjüngte seine Startelf um mehr als ein Jahr im Vergleich zu seinem Vorgänger Dirk Schuster. Und auch das System ist unter ihm immer etwas. Während Vorgänger Schuster zumeist auf klassische Formationen wie 4-2-3-1 oder 4-1-4-1 setzte, ist der FCA unter Baum deutlich flexibler. Immer wieder rückt der 38-Jährige von der Viererkette ab und setzt auf Fünfer- beziehungsweise Dreierkette, wie zuletzt gegen die SGE.

Das glückliche Händchen des Trainers als Schlüssel zum Erfolg

Als Augsburg gegen die Fohlenelf noch den Ausgleich schaffte, konnte sich Manuel Baum doppelt freuen. Als Sergio Córdova die Flanke von Marcel Heller im Tor unterbrachte, machte sich das gute Händchen des Fußballlehrers erstmals bemerkbar. Sowohl der Vorlagengeber als auch den Torschützen brachte er in der 76. Minute in die Partie und sicherte somit den Punktgewinn. Nur eine Woche später besiegte der FC Augsburg den 1. FC Köln mit 3:0. Dabei erzielte der Isländer Alfred Finnbogason alle drei Tore. Das letzte Tor, das in der 90+4. Minute fiel, wurde von Sergio Córdova vorbereitet. Und auch beim Spiel gegen die Frankfurter Eintracht sicherte ein Joker-Tor den Sieg. Der eingewechselte Caiuby knallte einen Schuss aus ca. 25 Metern exakt unter die Latte und ließ seinen Trainer jubeln. Somit sind drei der sieben Augsburger Tore durch direkte Beteiligung von eingewechselten Spielern entstanden.

Fehler erzwingen und keine machen

Die Spielidee des FC Augsburg ist dabei wahrlich nicht innovativ. Sie spielen sehr abwartend und lassen den Gegner kommen. Defensiv ist man hingegen sehr tief gestaffelt, machen die Räume eng und zwingen den Gegner so zu Fehlern. Diese Fehler nutzen sie für ihre Konter und zeigen sich bisher vorne gnadenlos effizient. In den vergangenen Wochen konnten so schon Teams wie Köln, Mönchengladbach und eben auch der Eintracht Punkte gestohlen werden. Ob dies jedoch auch gegen Gegner, die sich mehr Chancen erspielen, gelingt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. In den nächsten drei Spielen müssen Manuel Baum und sein Team gegen ebensolche ran. Ende September geht es gegen den aktuellen Tabellenführer Borussia Dortmund, bereits am kommenden Dienstag wartet mit RB Leipzig der Vizemeister. Sollte der FCA auch in diesen Spielen punkten und über eine längere Zeit konstant bleiben, könnte das Team aus Augsburg eine große Überraschung werden.

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