FC Bayern München

Ulreich über Reservisten-Rolle: „Klappt mittlerweile ganz gut“

Sven Ulreich äußert sich

Sven Ulreich ist mittlerweile die fünfte Saison in Folge der Ersatzmann von Manuel Neuer. Zu vielen Spielen kommt er da nicht immer. Im Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“ äußert er sich nun unter anderem zu seinem Reservisten-Dasein und einen ganz besonderen Anruf, den er als 19-Jähriger erhielt.

Ulreich: „Robert Enke hat mich aufgemuntert“

2015 wechselte Ulreich als damals noch 26-Jähriger zum FC Bayern, mit dem Wissen, stets nur die Nummer zwei zu sein. Er war sich damals selbst nicht so sicher, ob das für ihn wirklich dauerhaft klappt.“Ich wusste am Anfang selbst nicht, wie ich damit zurechtkomme, weil ich zuvor meistens Stammtorhüter war. Es klappt mittlerweile ganz gut. Manuel ist eindeutig der beste Torhüter der Welt. Deswegen ist es auch keine Schande, hier auf der Bank zu sitzen.“ Für ihn spielt sein mittlerweile schon gehobenes Fußball-Alter dabei auch eine Rolle. „Früher hätte ich es nicht aushalten können, auf der Bank zu sitzen. Ich war damals nicht so der Teamplayer, der ich heute bin.“

2008, als damals noch 19-jähriger Torhüter, stand Sven Ulreich im Kasten des VfB Stuttgart. Am 28. Spieltag setzte es unter Trainer Armin Veh eine bittere 0:3-Niederlage in Leverkusen, bei der Ulreich gepatzt hatte. Sein Coach machte die Niederlage an ihm fest und kritisierte ihn öffentlich. Daraufhin rief Robert Enke, der vor mittlerweile etwas mehr als zehn Jahren starb, ihn an. Ulreich erzählt:“Robert war damals Nationaltorhüter und hat mich aufgemuntert. Er hatte das Interview mit Armin Veh im Fernsehen gesehen und sich über dessen Aussagen geärgert. Ich war wegen der Kritik an mir am Boden zerstört. Umso besser war es für mich, von einem Nationalspieler wie ihm Zuspruch zu erhalten.“