Foto: Oliver Hardt/Bongarts/Getty Images
Zum Trainingsauftakt des Hamburger SV befand sich Mittelfeldspieler Walace noch in seiner Heimat. Er scheint einen Wechsel erzwingen zu wollen. Ein Bericht aus Brasilien deckt sich mit dieser Vermutung. So soll der 22-Jährige mehreren Vereinen angeboten worden sein. Es scheint allerdings unwahrscheinlich, dass die Hamburger den Spieler im Winter gehen lassen.
Laut des brasilianischen Portals „GaúchaZH“ wurde Rogerio Braun, der Berater des Olympiasiegers von 2016, bei mehreren Vereinen vorstellig und versuchte seinen Klienten dort unterzubringen. Neben Flamengo Rio de Janeiro, Clube Atlético Mineiro und Corinthians Sao Paulo aus der Heimat von Walace, soll Braun auch mit den französischen Traditionsklubs Girondins Bordeaux und Olympique Marseille in Kontakt gewesen sein. An der Côte d’Azur würde der 22-Jährige auf den ehemaligen Wolfsburger Luiz Gustavo (30) treffen.
In Hamburg versucht man derweil den Schaden durch die eigenmächtige Urlaubsverlängerung von Walace zu begrenzen und den Spieler wieder zu integrieren. „Wir haben klar gesagt, dass wir sein Verhalten nicht tolerieren. Wir haben aber auch klar gesagt, dass die Tür auf ist. Er muss jetzt entsprechend reagieren – auf und außerhalb des Platzes“, erklärte Sportchef Jens Todt gegenüber dem „kicker“. Der Spieler beschäftige sich trotz allem weiterhin mit einem Wechsel. Ein Transfer sei allerdings sehr unwahrscheinlich und eine Leihe komplett ausgeschlossen, sagt Todt.
Ein weiteres Problem bei einem möglichen Transfer ist laut dem brasilianischen Journalisten Gustavo Fogaça Guffo die Beteiligung einer Investorengruppe an den Transferrechten von Walace. Diese möchte eine „hohe Kompensation“ im Falle eines Wechsels. Schon als der Mittelfeldspieler im Januar 2017 aus Porto Alegre nach Hamburg kam, war die Einigung mit den Investoren eine weitere Hürde für die HSV-Führungsetage.
In der aktuellen Saison kommt Walace auf nur rund 800 Einsatzminuten, in denen er ein Tor und eine Vorlage beisteuerte. Sein Vertrag an der Elbe läuft noch bis 2021.
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