Sinnbildlich für seine Saison – Robert Glatzel ist mit seiner Rolle beim HSV unzufrieden (Foto: Selim Sudheimer/Getty Images)
Zu seiner aktuellen Situation sagt der 32-Jährige: „Das ist maximal frustrierend. Auch mit dem Hintergrund, dass ich zuvor zweimal in der Startelf stand und es sich dann wieder komplett gedreht hat. So eine Situation hatte ich bislang noch nicht. Wenn man bis zum Heidenheim-Spiel zurückgeht, sind es jetzt sogar fünf von sieben Spielen, in denen ich komplett auf der Bank saß, obwohl ich zu 100 Prozent wieder fit bin.“ Deutliche Worte – doch ist die Konkurrenz mit Yussuf Poulsen, Damion Downs und Ransford Königsdörffer stärker als in den Spielzeiten zuvor. Zudem bevorzugt Merlin Polzin etwas mobilere Stürmer, die stärker gegen den Ball arbeiten können.
Trotz seiner schwierigen Lage beim HSV sah Glatzel das Interview mit der„Hamburger Morgenpost“ nicht als Chance, um den Trainer zu kritisieren und Unruhe ins Team zu bringen. „Natürlich haben wir auch schon mal darüber geredet. Und er hat auch seine Begründung, die er mir klar gesagt hat. Dass ich jetzt gar nicht mehr gespielt habe, ist für mich allerdings nicht verständlich. Ich bin zuletzt proaktiv nach dem Leverkusen-Spiel auf den Trainer zugegangen und habe um eine Erklärung gebeten. Er hat mir seine Gründe genannt. Darüber möchte ich in der Öffentlichkeit gar nicht sprechen. Das sind interne Themen. Warum ich dann auch die nächsten beiden Spiele nur auf der Bank saß, kann ich nicht verstehen.“, sagte der HSV-Stürmer.
Auf seine Perspektive beim HSV angesprochen, blieb Glatzel ebensfalls gewohnt ehrlich. „Ich habe noch ein Jahr Vertrag. Klar ist aber auch, dass ich so eine Situation, wie ich sie in den letzten neun Monaten hatte, auf keinen Fall noch mal erleben will. Das steht für mich fest.“ Ein Wechsel im Sommer ist somit durchaus im Bereich des Möglichen.
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