IMAGO / Jan Huebne
Der Hamburger SV muss weiterhin auf Stürmer Philip Otele verzichten. Das DFB‑Sportgericht hat die Zwei‑Spiele‑Sperre gegen den 27‑Jährigen bestätigt und den Einspruch des HSV abgewiesen.
Otele war in der 79. Minute des 1:3 in Bremen nach VAR‑Eingriff wegen eines groben Foulspiels an Werder Bremens Cameron Puertas vom Platz gestellt worden. Das Sportgericht hatte am Dienstag eine Sperre von zwei Spielen ausgesprochen, wodurch der Nigerianer sowohl das Heimspiel gegen Hoffenheim als auch das Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt verpassen wird.
Der HSV hatte auf eine Reduzierung gehofft – auch, weil Schiedsrichter Florian Exner nach der Partie von einer „harten Roten Karte“ gesprochen haben soll. In der mündlichen Verhandlung am Freitag blieb das Gericht jedoch bei seiner Einschätzung. Vorsitzender Stephan Oberholz begründete das Urteil mit „rücksichtslosem Verhalten“ und „rohem Spiel“.
Otele habe die Gefahr seines Einsatzes erkannt, die hohe Dynamik bewusst in Kauf genommen und keine Anzeichen gezeigt, den Kontakt noch zu vermeiden. Die Aktion führte zudem zu einer Verletzung des Gegenspielers. Damit bleibt der Angreifer nach seiner Roten Karte im Nordderby (überschattet durch Fan-Krawalle) in Bremen für die kommenden Partien gesperrt.
Für Trainer Merlin Polzin ist die Entscheidung ein weiterer Rückschlag. Otele steht dem HSV erst am 10. Mai gegen den SC Freiburg wieder zur Verfügung. Der Aufsteiger, aktuell Fünfzehnter mit fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz, muss damit in einer entscheidenden Saisonphase auf einen wichtigen Offensivspieler verzichten.
Am Donnerstag sagte der Coach noch: „Ich vertraue darauf, dass wir eine passende Lösung finden. Es wäre weniger passend, wenn ein Spieler zwei Spiele gesperrt wird, wenn der Schiedsrichter die Rote Karte öffentlich auch noch einmal zum Thema gemacht hat.“
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