Der SC Freiburg hat im ersten europäischen Viertelfinale seiner Vereinsgeschichte ein Ausrufezeichen gesetzt – und Celta Vigo im eigenen Stadion klar mit 3:0 bezwungen. Die Breisgauer starteten schwungvoll.
Maximilian Eggestein und Yuitu Suzuki prüften Celta früh, dann folgte der verdiente Führungstreffer: Kapitän und Rekordtorschütze Vincenzo Grifo zirkelte den Ball von der Strafraumkante sehenswert in die lange Ecke.
Nach dem starken Beginn nahm das Tempo kurz ab, doch Freiburg blieb kontrolliert. Direkt nach der halben Stunde fiel das 2:0: Philipp Treu trieb die Aktion an, legte auf Igor Matanović, dessen Querpass Jan-Niklas Beste aus kurzer Distanz verwertete. Kurz vor der Pause hätte es sogar noch deutlicher werden können, doch Johan Manzambi traf nach einem Abpraller nur den Pfosten.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Freiburg spielbestimmend. Die ganz hohe Intensität fehlte, die Stabilität nicht. In der Schlussphase machte Matthias Ginter nach einer Ecke von Beste alles klar, setzte sich gegen Sergio Carreira durch und köpfte zum 3:0 ein. Selbst das Aluminium half Celta: Joker Lucas Höler traf spät ebenfalls das Gebälk.
Trotz der komfortablen Ausgangslage warnt Freiburg vor dem Rückspiel. Beste betonte: „Wenn wir unseren Plan umsetzen, sind wir stark. In Spanien wird’s schwerer, weil Celta alles nach vorn wirft.“ Eggestein ordnete ein: „Gutes Spiel, aber es ist erst Halbzeit. Wir hatten Kontrolle und haben kaum Chancen zugelassen.“
Und Trainer Julian Schuster mahnte: „Die Mannschaft hat defensiv nahezu perfekt gearbeitet und vorne immer wieder Gefahr erzeugt. Trotzdem gilt: Es war nur das Hinspiel. Im Rückspiel dürfen wir nicht nachlassen – wir brauchen erneut dieselbe Schärfe.“
Zahlen zum Abend: Freiburg gewann das zehnte UEFA-Heimspiel in Serie, verlor nur zwei der letzten elf Europapartien. Celta blieb erstmals seit 14 Europaspielen ohne Tor und verlor die letzten vier Duelle mit deutschen Teams. Gute Voraussetzungen also für das Hinspiel.
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