Foto: "Martin Stoever/Bongarts/Getty Images"
Trotz der scheinbar deutlichen 1:3-Niederlage in Gladbach zeigte Werder Bremen auch im Borussia-Park einen über weite Strecken couragierten Auftritt. Einmal mehr belohnte sich die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt allerdings nicht für diesen und ging erneut als Verlierer vom Platz. Mit nur zwei Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz heißt die Realität an der Weser Abstiegskampf.
Elf Spieltage, elf Punkte, Rang 14. Ernüchternde Zahlen repräsentieren die Bremer Misere der letzten Wochen, in denen der Spielverlauf nur selten im Ergebnis widergespiegelt wurde. Auch jüngst gegen den Spitzenreiter aus Mönchengladbach erspielte sich Werder zahlreiche Möglichkeiten, um zurück in die Partie zu finden. Mangelnde Effizienz stand einem möglichen Comeback letztlich nicht zum ersten Mal in dieser Spielzeit im Wege. „Ich kann es ja schon selber nicht mehr hören“, erklärte Trainer Florian Kohfeldt gegenüber dem Online-Portal deichstube.de, „aber es liegt an der Konsequenz, mit der wir unser Tor verteidigen und mit der wir unsere Chancen nutzen müssen.“ Defensiv führten einige individuelle Fehler dazu, dass Werder bereits nach einer Stunde drei Gegentreffer schlucken musste.
Die Tabelle lügt auch in dieser Saison nicht. Statt der angepeilten Qualifikation für den internationalen Wettbewerb muss sich Werder derzeit ganz anderen Zielen widmen. „Dass die Zweifel lauter werden, weil die Ergebnisse fehlen, damit müssen wir leben“, weiß Kohfeldt um die momentane Lage. „Aber wir sind von unserem Weg total überzeugt.“ Große Zweifel an einer baldigen Trendwende scheint der 37-Jährige nicht zu haben. Ob sein Optimismus im Bremer Umfeld auch weiterhin für Gelassenheit sorgt, darf zumindest in Frage gestellt werden. Treffend formulierte es indes Offensivspieler Leonardo Bittencourt: „So schlecht spielen wir nicht. Wir gewinnen nur nicht.“
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