(Foto: Stuart Franklin/Getty Images)
Es war eine Klatsche, mit der in dieser Deutlichkeit wohl niemand gerechnet hätte. Mit 1:7 musste sich Aufsteiger Werder Bremen im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Köln am Ende geschlagen geben. In der Bewertung des Spiels waren sich die Werder-Verantwortlichen im Nachgang einig.
Lediglich in der Wortwahl waren geringfügige Unterschiede zu erkennen. Während Sportchef Frank Baumann von einem „Debakel“ und einer „Frechheit“ sprach, bewertete Trainer Ole Werner den Auftritt seines Teams mit den Adjektiven „unterirdisch“ und „desaströs“.
Nach der Demontage will sich Baumann allerdings nicht zu Schnellschüssen auf dem Transfermarkt hinreißen lassen. Die finanzielle Situation lasse dies zudem auch gar nicht zu, so der 47-Jährige bei ‚Bild live‘: „Das eine ist das Wollen, das andere das Können. Ich habe schon häufiger gesagt, dass wir wirtschaftlich nichts mehr tun können.“
Darüber hinaus ist Baumann „überzeugt, dass wir mit diesem Kader den Klassenerhalt schaffen können. Wir haben nicht umsonst 21 Punkte nach 16 Spielen. Das ist eine ordentliche Bilanz, die wir in der Rückrunde bestätigen müssen.“
Trotz der Niederlage gegen Köln beträgt der Vorsprung der Werderaner auf den Relegationsplatz immer noch sechs Zähler. Auch die beiden letzten Bundesliga-Partien vor der Winterpause hatten die Grün-Weißen verloren. Allerdings hießen die Gegner da Bayern München und RB Leipzig.
In Panik muss man an der Weser also eigentlich noch längst nicht ausbrechen. Dennoch scheint das Abstiegsgespenst in Bremen bereits herumzugeistern – so zumindest die öffentliche Wahrnehmung. Die ‚Bild‘ etwa zieht Parallelen zur Abstiegssaison 2020/21, „als sich Werder im Winter sicher wähnte und auf Transfers verzichtete“.
Auch in einem Bericht der ‚dpa‘ heißt es, dass nach der 1:7-Niederlage schnelle „Wiedergutmachung“ notwendig sei, „soll die Saison nicht doch zum Zitterspiel werden“. In der kommenden Woche trifft Bremen erst auf Union Berlin und dann auf den formstarken VfL Wolfsburg. Danach wird sich wohl deutlicher zeigen, wie real die Abstiegsgefahr für Werder wirklich ist.
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