Der Jubel nimmt kein Ende: Der VfB Stuttgart sprang in der Tabelle der Bundesliga von Rang 16 auf drei und feiert - wie hier gegen Frankfurt (3:0) völlig zu Recht seinen Höhenflug. Foto: Leonhard Simon/Getty Images. (Photo by Leonhard Simon/Getty Images)
„Es gehen langsam die Superlative aus“, glaubte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß, als nach dem 3:0 (3:0) gegen Eintracht Frankfurt im Samstagabendspiel die Rede auf seinen Stürmerstar Serhou Guirassy (28) kam, „er hat den Rekord gebrochen, was eigentlich klar war, und trotzdem ist es großartig.“
Der Torjäger aus Guinea wurde mit seinem 25. Saison-Treffer zum erfolgreichsten Schützen des VfB Stuttgart aller Zeiten in einer einzelnen Bundesliga-Saison und übertrumpfte damit Vize-Europameister Mario Gomez (2008/2009).
Beim VfB Stuttgart scheint derzeit alles zu gelingen – von Rang 16 in die Champions League, für den in der letzten Jahr so spät geretteten schwäbischen Traditionsklub könnte spätestens am 31. Spieltag ein Fußballmärchen wahr werden.
Kein Team in Europas Top-5-Ligen (Bundesliga, La Liga, Ligue 1, Premier League, Serie A) machte einen größeren Sprung nach oben in der Tabelle gegenüber dem Vorjahr als die Stuttgarter.
Frankreichs Ligue 1 bietet immer Raum für Überraschungen. Trotz der finanziellen Übermacht von Paris Saint-Germain schafften es seit 2011 immer wieder Außenseiter auf den Meisterthron – oder sie wurden hinter dem Branchenriesen PSG Vize-Meister. Im letzten Jahr war das RC Lens, in dieser Saison könnte das Stade Brest sein.
Der Verein aus der Bretagne, für den u. a. Stephane Guivarc’h und Monsieur Le Ribéry spielten (falls das mal bei Jauch gefragt wird…), verbesserte sich vom 14. auf den 2. Tabellenplatz.
Und es wäre eine echte Premiere: Brest spielte noch nie international.
Das gilt auch für den Überraschungs-Dritten in der spanischen Primera Division, den FC Girona. Die Katalanen, für die aktuell u. a. Ex-Bayern-Profi Daley Blind spielt, sind im Idealfall ebenfalls zum ersten Mal in der Champions League dabei.
Im letzten Jahr standen sie in La Liga noch auf Rang 10.
Der einzige Gipfelstürmer, der von einem einstelligen Tabellenplatz (Neunter) durchstartete, kommt innerhalb der Top-5-Ligen aus Italien. Es gibt wieder… FC Bologna. Der Intertoto-Cup-Sieger von 1998 und 7-malige italienische Meister (zuletzt 1964) hat auf Tabellenplatz 3 bereits 10 Punkte Vorsprung auf die Nicht-Europacupränge.
Zuletzt sah man „I Veltri“ (Dt.: Die Windhunde), bei denen der vom FC Bayern verpflichtete Mittelstürmer Joshua Zirkzee (22) ebenso wie der Rechtsaußen Riccardo Orsolini 10-mal traf, 1999 in einem internationalen Wettbewerb (UEFA-Cup).
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