Maja Hitij/Getty Images
RB Leipzig empfängt am Samstagabend Bayer 04 Leverkusen in der Red Bull Arena zum Topspiel der Bundesliga. Es treffen Spitzenklasse und Verletzungspech aufeinander. Zwischen Platz zwei und vier trennen gerade einmal drei Punkte voneinander.
Leipzig und Leverkusen spielen eine sehr gute Spielzeit, in der beide Vereine ihr Ziel erreichen können. Für beide geht es um die Qualifikation für die Champions League. Dies liegt unter anderem an den neuen Trainern, die bei beide Vereine seit dieser Saison auf der Trainerbank Platz nehmen. Zum einen, der Ex-Werder Bremen Trainer Ole Werner für Leipzig und zum anderen der ehemalige Dänische-Nationaltrainer Kasper Hjulmand für die Werkself.
Werner hat es geschafft, in Leipzig wieder eine Identität zu kreieren. RB spielt einen aggressiven Fußball, der vor allem durch Kontersituationen angetrieben von den schnellen Flügelspielern ermöglicht wird. Zudem sucht Leipzig oft den schnellsten Weg zum Tor über ihren Stürmer Conrad Harder.
Hjulmand hingegen hatte einen schwierigen Start in Leverkusen. Durch den Scherbenhaufen, den er durch seinen Vorgänger Erik ten Haag vorgefunden hat, wurde die Entwicklung stark beeinflusst. Nach knapp drei Monaten hat der Däne es jedoch geschafft, ein ähnliches Spielsystem wie unter Ex-Trainer Xabi Alonso zu entwickeln: Dominanz im Ballbesitz, eine hoch stehende Verteidigung und schnelle Kombinationen in der Nähe des Strafraums, die Lücken in der gegnerischen Abwehr erzeugen.
Problematisch könnte es für beide Mannschaften werden, bezüglich des Personals. Beide müssen jeweils auf zwei Spieler verzichten, die für den Afrika-Cup nominiert wurden. Bei Leipzig wird muss man deshalb auf Yan Diomande verzichten. Der schnelle Flügelstürmer wird sein Tempo und seine Gefahr nicht in der Bundesliga zeigen, sondern bei der Elfenbeinküste in der Vorrunde des Turniers. Leverkusen wird aus demselben Grund ohne Abwehrchef Edmond Tapsoba und den aufblühenden Mittelfeldakteur Ibrahim Maza anreisen.
Beim Topspiel werden auch sämtliche Stammspieler aller Voraussicht nach ausfallen. Bei den Leipzigern ist es vor allem die Offensive: Antonio Nusa, Assan Ouédraogo und Kevin Kampl werden das Spiel gegen Leverkusen definitiv verpassen. Bei der Werkself ist es zum einen Ernest Poku und Exequiel Palacios, die nicht im Kader sein werden. Hoffnung gibt es allerdings bei den zuletzt ausgefallenen Alejandro Grimaldo und Patrik Schick, dass sie noch rechtzeitig fit werden.
Zuletzt sorgten beide Mannschaften bei ihren Begegnungen immer für ein Torspektakel: In den letzten vier Duellen sind immer mindestens vier Tore gefallen.
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