Carl Klaus plötzlich im Fokus bei Union Berlin. (Photo by Matthias Kern/Getty Images)
Carl Klaus hat sich beim 1. FC Union Berlin vom unauffälligen dritten Keeper zum Gesicht der Saisonendphase entwickelt. Nach der Adduktorenverletzung von Stammtorwart Frederik Rönnow und dem Ausfall von Ersatzmann Matheo Raab steht der 32-Jährige plötzlich im Fokus – und könnte diese Bühne für die eigene Zukunftsplanung nutzen. Beim 1:3 in Leipzig überzeugte er trotz Niederlage mit mehreren starken Paraden und empfahl sich damit für weitere Aufgaben im Profi-Fußball.
Klaus kam in Leipzig nach gut einer halben Stunde ins Spiel und feierte mit 32 Jahren sein Bundesliga-Debüt. Er verhinderte mit einigen Reflexen ein deutlicheres Ergebnis und war damit einer der wenigen Lichtblicke im Union-Team. Da Rönnow und Raab bis Saisonende fehlen, wird Klaus die verbleibenden Partien im Tor bestreiten – eine seltene Chance für einen Keeper in dieser Rolle.
In Interviews machte der Schlussmann deutlich, dass er davon ausgeht, in der deutschen Torwartszene durchaus bekannt zu sein und sich nun erneut in Erinnerung rufen zu können. Er stellte klar, dass regelmäßige Einsätze jedem Torhüter helfen, nach langer Wartezeit Rhythmus und Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Grundsätzlich sei es sein sportliches Ziel, bei einem Klub zu spielen, bei dem sein Leistungsvermögen auch mit realen Einsatzchancen verknüpft sei – ob als Nummer eins in der 2. Liga oder als Teil eines Bundesliga-Torwartgespanns ließ er offen.
Klaus steht seit zwei Jahren in Köpenick unter Vertrag und ordnete sich bislang klaglos hinter Rönnow und Raab ein. Er betonte, dass er sehr gerne mit der Mannschaft arbeite und nie unmotiviert zum Training komme, weil er einfach großen Spaß am Fußball habe. Gleichzeitig deutet seine aktuelle Situation an, dass er bereit wäre, eine größere Rolle zu übernehmen – ob bei Union oder anderswo.
Beim kommenden Heimspiel gegen den 1. FC Köln erhält er erneut die Gelegenheit, seine Qualitäten zu zeigen und gleichzeitig wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu sichern. In einer Liga, in der über die Hälfte der Torhüter bereits 30 Jahre oder älter ist, passt der erfahrene Klaus perfekt ins Profil vieler Klubs, die auf Stabilität und Routine zwischen den Pfosten setzen.
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