Ein nachdenklicher Michael Wimmer beim VfB Stuttgart: Der Interimscoach egalisierte mit nur zwei Spielen einen Uralt-Rekord beim schwäbischen Bundesliga-Klub. Foto: Adam Pretty/Getty Images.
Der VfB spielt wieder Stuttgart – 6:0 (4:0) gegen Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld am späten Mittwochabend, erstmals seit 2020 wieder im DFB-Pokal-Achtelfinale, die Schwaben jubelten auch dank Michael Wimmer (42).
Der Interimstrainer, der den VfB am vergangenen Samstag zum 4:1-Erfolg im Duell gegen den Tabellenletzten VfL Bochum geführt hat, scheint die Mannschaft neu belebt zu haben. Wie lange er das noch tut, ist offen. „Ich helfe so lange, wie der VfB mich braucht“, sagte er nach dem Spiel gegen Bochum der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F. A. Z.).
Der dreimalige DFB-Pokalsieger – zuletzt 1997 – hat in seiner Geschichte in diesem Wettbewerb nur 6 Spiele höher gewonnen als nun gegen Bielefeld.
Ein Rekordsieg, der so wahrscheinlich von Stuttgarter Seite aus nie wieder erreicht wird, war das 12:0 am 5. August 1978 gegen den Spandauer SV. Die Mannschaft des legendären „Wundermanns“, Trainer Jürgen Sundermann († 2022), zerlegte den Berliner Stadtteilklub damals u. a. durch 7 Tore von Dieter Hoeneß.
An diese Rekordmarke kamen die Hoeneß-Nachfolger am Mittwoch nicht heran. Wohl aber an zwei Werte, die beim VfB schon ewig Bestand haben.
10 Tore in den ersten beiden Pflichtspielen als VfB-Trainer, das gelang vor Michael Wimmer nur zwei Stuttgart-Managern.
Frankfurt-Idol Istvan Sztáni (85) war 1975 bis 1976 auch Trainer des VfB Stuttgart. Der Ungar machte zwar nur 30 Spiele, doch er führte sich mit 10 Toren aus den ersten beiden Spielen Wettbewerb übergreifend blendend ein: 9:2 bei Rapide Wedding in Berlin im Pokal und 1:0 zum Zweitliga-Start 1975 gegen den 1. FC Saarbrücken. Die nachfolgenden Spiele beim FK Pirmasens (2:0), gegen Jahn Regensburg (3:0) und beim FSV Frankfurt (7:1) gewann Sztáni ebenfalls, sodass der Meisterspieler von 1959 auf 22 Tore aus den ersten 5 Pflichtspielen kam.
Ebenfalls 10-mal netzte der VfB unter der Regie des für Otto Baric eingesetzten Interimstrainers Willi Entenmann († 2012) im Jahr 1986. Mit 3:1 gegen den 1. FC Nürnberg und 7:0 bei Fortuna Düsseldorf mit 5 Toren von VfB-Idol Jürgen Klinsmann (58) ging Entenmann im März 1986 überragend an den Start.
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