Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images
Seit Beginn der Saison ist Michael Reschke beim VfB Stuttgart als Sportdirektor im Amt. Im Interview mit den ‚Stuttgarter Nachrichten‘ äußert sich Reschke nun unter anderem zur aufkommenden Trainerfrage, Simon Terodde und dem Schlussspurt auf dem Transfermarkt.
Der VfB Stuttgart befindet sich derzeit in einer ganz schwierigen Phase. Das Wort „Krise“ will an der Mercedesstraße zwar noch keiner in den Mund nehmen, weit hergeholt wäre es aber wahrlich nicht. Zu lange dauert die Durststrecke der Schwaben mittlerweile an. Da gehört es nun mal einfach zu den Grundmechanismen des Fußballgeschäfts, dass auch Cheftrainer Hannes Wolf immer mehr mit Kritik konfrontiert wird.
Von einer Trainerdiskussion will Michael Reschke jedoch noch nichts wissen. Im Gegenteil: Das Vertrauen in den Aufstiegstrainer sei weiterhin „tief vorhanden“. Ob jenes Vertrauen auch bei einer Niederlage am Samstag gegen den FC Schalke 04 noch intakt ist? Raum für Spekulationen lässt der 60-Jährige diesbezüglich allemal. „Grundsätzlich mache ich mir über vieles Gedanken“, doch der Fokus liege für den Moment exklusiv auf dem anstehenden Heimspiel. Was danach passiert steht wohl auch für den Sportdirektor erstmal in den Sternen.
Nicht nur Wolf bekommt vor dem Hintergrund der momentanen Schwächephase Gegenwind. Auch Reschke selbst ist im Umfeld der Schwaben immer wieder Streitpunkt. Nicht zuletzt der Abgang von Torjäger Simon Terodde sorgte dabei für Diskussionsstoff. „Das hat er sich auch verdient“, äußert sich Reschke über Teroddes starken Rückrundenstart beim 1. FC Kölb und zieht trotzdem eine positive Zwischenbilanz. „Unterm Strich haben wir unseren Kader im Vergleich zur Hinrunde verstärkt. Durch Mario Gomez, aber auch durch Erik Thommy und Jacob Bruun Larsen.“
Nichtsdestotrotz kann in den letzten Tagen der Transferphase bei den Stuttgartern noch weitere Bewegung in die Personalpolitik kommen. „Wir werden uns bis zum 31. Januar mit möglichen Alternativen beschäftigen. Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen“, verkündet der 60-Jährige. Schließlich muss auch Reschke im Winter seine Hausaufgaben noch abschließen. Fest steht: Die ein oder andere Verstärkung stünde dem krisengebeutelten Traditionsverein ohne Frage gut zu Gesicht.
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