Nationalmannschaft

Deutschland: Riesen-Stimmung, aber Vorsicht vor dem zweiten Spiel…

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„So Wirtz was mit dem Titel“ frohlockte BILD am Montag, immer noch unter dem Eindruck des 5:1-Auftaktsieges für Deutschland gegen Schottland. Am Mittwoch geht es in Stuttgart für Deutschland gegen Ungarn weiter. Da ist der Erfolg scheinbar vorprogrammiert. Aber Vorsicht: Ein starker Start in eine EM- oder WM-Turnier war mitunter nur ein Rausch. Deutschland hat im berühmt-berüchtigten „zweiten Spiel“ Licht und Schatten in seiner Turnierbilanz. Das Portal Fussballdaten.de blickt nur auf das zweite Vorrundenspiel bei EM-Endrunden seit 2000.

„Fußball zum Verlieben“ (BILD am SONNTAG), „Public Jubel“ (Kicker-Sportmagazin / Montag) – Die Jubel-Arien zum deutschen Auftaktsieg gegen Schottland wollten nicht enden.

Deutschland gegen Ungarn: ,,Start richtig einordnen“

„Das war nur der Anfang“, sagte DFB-Torschütze Emre Can. An zu viel Euphorie glaubt Europameister Andreas Möller in einer Kicker-Kolumne nicht: „Mit Sicherheit ordnen Bundestrainer Julian Nagelsmann und alle Spieler diesen gelungenen Start in die Heim-EM richtig ein.“

Ganz sicher. Doch die Erwartungshaltung und die Fallhöhe sind nach dem 5:1 gegen die Schotten hoch. Und trotz aller akribischen Vorbereitung ging das „zweite Spiel“ insbesondere bei EM-Endrunden seit 2000 oft genug schief – und wirkte mitunter als Stimmungskiller. Das muss bei Deutschland gegen Ungarn nicht so sein, aber was ist im Fußball schon unmöglich, gerade bei dieser EURO gab es schon Überraschungen wie zuletzt Belgien gegen die Slowakiei (0:1)?

Das ,,zweite Spiel“ als Stimmungsdämpfer? Die Ausnahme: Holland und Belgien 2000. Bei dieser EURO war mit der von „Sir Erich“ Ribbeck betreuten deutschen Mannschaft schon vorher kein Staat und keine Stimmung zu machen. Die Stimmung im Land war bereits seit Herbst 1998 und seit dem Start mit Notlösung Ribbeck auf dem Nullpunkt.

„Nationalmannschaft auf Grund gefahren“

Ein mühsames 1:1 gegen Rumänien zum Start – und dann fast schon der K.o.-Schlag: 0:1 gegen England durch ein Tor von Alan Shearer in Charleroi (Belgien). Dass auch die ,,Three Lions“ trotz dieses Erfolges in der Vorrunde scheiterten, war ein englischer Treppenwitz.

Nicht so bei der deutschen Mannschaft. Die EM 2000 endete im Desaster: 0:3 gegen die B-Elf von Portugal in Rotterdam. „Wir haben das Kapitel Nationalmannschaft endgültig auf Grund gefahren“, bilanzierte DFB-Torhüter Oliver Kahn.

Besser war es auch 2004 nicht: 1:1 gegen die hoch eingeschätzten Holländer zum Start, dann aber nur 0:0 gegen Lettland und dann das „Aus“ gegen Tschechien (1:2). Teamchef Rudi Völler, der die DFB-Elf 2002 noch ins WM-Finale geführt hatte, trat zurück.

2008 erreichte Deutschland erstmals seit 1996 wieder das EM-Finale. Auf dem Weg nach Wien gelang gegen Polen (2:0) ein schnörkelloser Start. Dann aber folgte im zweiten Gruppenspiel ein 1:2 gegen Kroatien in Klagenfurt, es kam zu einem „Endspiel“ ums Weiterkommen gegen Co-Gastgeber Österreich. Ohne den gesperrten Bastian Schweinsteiger gewann Deutschland in Wien dank Michael Ballack 1:0, EM-Stimmung gerettet.

In Frankreich kam Deutschland 2016 mit einem 2:0 gegen die Ukraine ins Turnier, mühte sich danach in St. Denis aber nur zu einem 0:0 gegen Polen und Robert Lewandowski. Für das Finale reichte es am Ende nicht…

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