Nationalmannschaft

Heim-EM Fiasko in 2024? Woran liegt es in der Abwehr?

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In den vergangenen drei Testspielen hat sich die deutsche Nationalelf zu einem Unentschieden und zwei torlosen Niederlagen gemüht. Wären die Ukraine, Polen und Kolumbien in einer WM-Gruppe, dann wäre die Nationalelf wohl recht erbärmlich ausgeschieden. Zwei Gegentore pro Spiel und viele Fehler sprechen zudem für die Abwehr als negativen Knackpunkt – stimmt das?

Rotationsmaschine Flick

Unter Hansi Flick bestritt die Nationalmannschaft insgesamt 24 Partien, von denen man zwölf gewann, fünf verlor und sieben Unentschieden holte. Bei diesen 24 Spielen probierte Flick insgesamt 21 verschiedene Abwehrketten aus. Lediglich eine Viererkette mit Hofmann, Süle, Rüdiger und Kehrer wurde zweimal wiederholt. Eine Viererkette mit Kehrer, Süle, Schlotterbeck und Raum wurde einmal wiederverwendet. Seitdem gab es neun Spiele, alle mit neuen Abwehrkonstellationen.

Dazu kommt, dass kein Spieler gesetzt scheint. Kein Verteidiger war in diesen letzten neun Spielen konstant von Anfang an dabei. Das macht ein ordentliches Einspielen und Finden eines Abwehrchefs nicht einfach. Flick möchte mit seiner konstanten Inkonstanz die richtige Abwehrkette zu finden. Diese Ungereimtheit macht sich bemerkbar: viele Fehler und neun Gegentore aus den letzten fünf Testspielen. Als, natürlich nicht super repräsentativen, aber vielleicht interessanten Vergleich: Die abgestiegene Hertha hatte nach den ersten fünf Spieltagen sechs Gegentore.

Süle erst bei der Heim-EM wieder im Kader?

Besonders laute Kritik wurde kürzlich daran geübt, dass Flick Niklas Süle nicht für die drei Testspiele nominierte. Im letzten Spiel gegen Kolumbien spielte dann Eure Can in der Defensive. Ein defensiver beziehungsweise zentraler Mittelfeldspieler. Auch dies sorgte bei vielen für Unmut. Da fragen sich die 80 Millionen Bundestrainer auf der Couch natürlich: „Was hat Flick gegen die stabil wirkende Viererkette aus Thiaw, Süle, Rüdiger und Gosens?“

Wichtig ist dennoch zu beachten: Die drei letzten Testspiele fanden kurz nach einer anstrengenden Saison statt und hatten keinen besonders hohen Stellenwert. Unter der Prämisse, er wolle einiges ausprobieren, hat Flick also viel rotiert. Dadurch ist die Gesamtsituation natürlich äußerst schwer einzuschätzen. Allerdings muss dabei auch erwähnt sein, dass das Hauptziel der Euphorieentfachung mit zwei Niederlagen und einem Unentschieden als verfehlt bewertet werden muss. Laut Flick soll es im September schon viel besser aussehen, was besonders mit der Heim-EM im Hinterkopf äußerst zu begrüßen wäre. Ob sich die deutsche Auswahl dann gefunden hat, bleibt abzuwarten.

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