Die Autogramme von Mitchell Weiser, gegeben hier in Diensten der deutschen U21 im August 2016 in Kassel, könnten in Zukunft noch wertvoller werden. Mitchell Weiser hat sich für einen Wechsel zur Nationalmannschaft von Algerien entschieden. Foto: Alexander Koerner/Bongarts/Getty Images.
Mehr als 40 Fußballprofis spielten nicht für Deutschland, obwohl sie hier geboren wurden. Letzter Spieler vor Weiser, der sich für eine andere Nationalmannschaft entschied, ist der seit Sommer 2024 für Eintracht Frankfurt spielende Can Uzun (19).
Andere türkischstämmige Spieler aus Deutschland, die für die Mannschaft mit dem Halbmond auf dem Trikot aufliefen, waren u. a. Nuri Sahin, Halil und Hamit Altintop sowie Yildiray Bastürk.
Der im westfälischen Herne geborene Bastürk, entdeckt von Trainer-Legende Klaus Toppmöller beim VfL Bochum, wurde nach seinem Debüt 2001 – er spielte damals bereits für Bayer Leverkusen – mit der Türkei bei der folgenden WM 2002 in Asien Dritter.
Niko Kovac wurde 1971 in Berlin geboren. Ab 1996 spielte der Sohn kroatischer Eltern für „Die Feurigen“ aus Kroatien. Wie sein drei Jahre jüngerer Bruder Robert nahm Niko Kovac mit Kroatien an zwei EM- und WM-Endrunden teil.
Der in Hamburg geborene Ivan Klasnic entschied sich ebenfalls für das Nationalteam Kroatiens. Der Stürmer kehrte bei der EURO 2008 nach einer Nieren-Transplantation sensationell und mit einem Tor-Erfolg gegen Polen in Klagenfurt (1:0) mit dem Siegtor zurück.
Willi Orban, geboren in Kaiserslautern, entschied sich im Oktober 2018 für das Geburtsland seines Vaters: Ungarn. Mit den Magyaren spielte der Abwehrchef von RB Leipzig bei der EURO 2020 (2021), unter anderem in Budapest, beim legendären 1:1 gegen Frankreich und beim 2:2 in München gegen Deutschland.
Mitchell Weiser, ein gebürtiger Siegerländer, hat algerische Wurzeln. Sein Großvater mütterlicherseits kommt aus Algerien.
„Mitch“ Weiser, der in der Bundesliga auch für den 1. FC Köln, Bayer Leverkusen, Hertha BSC und den FC Bayern spielte, hatte seit 2010 zwar alle Junioren-Nationalteams des DFB durchlaufen, doch für eine Nominierung in der A-Nationalmannschaft reichte es nie.
Wohl auch deshalb entschied sich der U17-Europameister von 2017 jetzt für „Die Wüstenfüchse“ aus Algerien. Weiser: „Für mich war es immer ein großes Ziel, ein großes Turnier zu spielen. Und ich glaube, dass ich da mit Algerien bessere Chancen habe.“
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