Nationalmannschaft

Entlassung von Luciano Spalletti: Die schlechtesten Italien-Trainer seit 2000

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Das 0:3-Debakel gegen Norwegen in Oslo in der WM-Qualifikation am vergangenen Freitag kostete Italien Trainer Luciano Spalletti (66) den Job. Der italienische Fußball-Verband (Federazione Italiana Guioco Calcio) zog am Pfingstsonntag die Konsequenzen aus dieser Niederlage und trennte sich nach dem Montagsspiel gegen die Republik Moldau (2:0) von Luciano Spalletti, der die „Squadra Azzurra“ zum 1. September 2023 übernommen hatte und seine Entlassung selbst vorweg nahm. 

„Italien hat sich zwei Mal in Folge nicht für die Weltmeisterschaft qualifiziert, das können die Italiener so nicht hinnehmen“, sagte der Ex-Italienprofi Lothar Herbert Matthäus (64) nach Bekanntwerden der Meldung am Sonntagnachmittag während der Nations-League-Partie Deutschland gegen Frankreich (0:2) in Stuttgart.

Stimmt. Die Situation für den viermaligen Weltmeister Italien in Gruppe I der WM-Qualifikation ist trotz zweier Spiele weniger prekär: Null Punkte, sechs Zähler Rückstand auf Rang zwei.

Luciano Spalletti: „Entlassung nehme ich zur Kenntnis“

Am Montag war man gegen die Republik Moldau in Reggio nel‘ Emilia zum Siegen verdammt und trotz des Erfolges durch Tore von Giacomo Raspadori (40.) und Andrea Cambiaso (50.) gab es zum Schluss Pfiffe für Coach Spalletti.

Der hatte seine Entlassung am Sonntag in der Pressekonferenz zu diesem Spiel selbst bekannt gegeben: „Verbandspräsident Gabriele Gravina hat mir mitgeteilt, dass ich nach dem Spiel gegen Moldau entlassen werde. Die Entlassung nehme ich zur Kenntnis.“

Luciano Spalletti, der den SSC Neapel 2023 nach 33 Jahren Abstinenz zum italienischen Meistertitel führte (Fussballdaten.de berichtete), konnte seine Bilanz als Nationaltrainer vor der Entlassung am Montagabend noch einmal von 1,70 auf 1,75 Punkte aus 24 Länderspielen verbessern.

Italien: Neun Trainer seit 2000

  • Trotzdem: Das 0:3 in Norwegen war die höchste Niederlage für Italien seit dem 2:5 in der Nations League gegen Deutschland im Juni 2022 in Mönchengladbach.
  • Neun Nationaltrainer verschliss Italien seit dem Jahr 2000.
  • Marcello Lippi war in diesem Zeitraum zwei Mal im Amt.

Am 4. Juli 2000 übergab Altmeister Dino Zoff (83) den „Italian Job“ im Anschluss an das mit 1:2 (n. V.) verlorene EURO-Finale gegen Frankreich in Rotterdam an den „Mister“, an den legendären Giovanni Trapattoni (86).

Marcello Lippi (77) und Roberto Mancini (60) triumphierten mit der „Squadra Azzurra“ bei der WM 2006 in Deutschland und bei der 2021 ausgetragenen EURO 2020 in London.

  • Cesare Prandelli (67) stand mit dem Team im EURO-Finale 2012, holte aber aus 56 Spielen nur 1,64 Punkte / Schnitt. Er trat nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2014 in Brasilien zurück.
  • Lippi konnte in seiner zweiten Amtszeit 2008 bis 2010 nicht an alte Erfolge anknüpfen – und holte aus 27 Partien nur 1,63 Punkte im Schnitt.
  • Gian Piero Ventura (77) machte 1,94 Punkte pro Spiel, hatte aber 2017 in den Playoffs gegen Schweden (0:1 / 0:0) auch die erste verpasste WM-Endrunde seit 1958 zu verantworten.

Auch Europameister-Trainer Mancini konnte es 2022 nicht besser – 0:1 im WM-Playoff-Spiel gegen den krassen Außenseiter Nordmazedonien in Palermo.

  • Mancini ging im August 2023 mit der längsten Amtszeit eines italienischen Nationaltrainers seit dem Jahr 2000.
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