Foto: Thomas Niedermueller/Getty Images for DFB
In Deutschland ist Orestis Kiomourtzoglou bislang eher Insidern ein Begriff. Der 21-Jährige war im letzten Sommer zu Heracles Almelo gewechselt und zuvor ausschließlich für die SpVgg Unterhaching am Ball, der er sich bereits im Alter von sieben Jahren angeschlossen hatte. Nachdem der Deutsch-Grieche in der Eredivisie mit guten Leistungen zu überzeugen wusste, berief ihn Stefan Kuntz im Oktober letzten Jahres erstmals in die U21-Nationalmannschaft. Laut „SportBild“ ist jedoch bereits längst auch der griechische Fußballverband auf Kiomourtzoglou aufmerksam geworden.
Beim niederländischen Tabellenachten konnte sich der gebürtige Münchener sofort einen Stammplatz erkämpfen. 24 von 26 mögliche Ligaspiele absolvierte Kiomourtzoglou, davon bis auf eines alle über 90 Minuten. Zweimal traf er selbst, einmal glänzte er als Vorbereiter. Noch viel auffälliger: Mit durchschnittlich 8,6 Balleroberungen pro Spiel ist der defensive Mittelfeldmann sogar der Profi mit den meisten Balleroberungen in der gesamten Eredivisie.
Starke Zahlen für ein Talent, dass für Unterhaching bisher lediglich in der 3. Liga und in der Regionalliga Bayern aktiv war. Allerdings konnte sich der 1,88 Meter große Abräumer hier problemlos behaupten. Seit er 2015 aus der Jugend zu den Profis hochgezogen wurde, hielt er für seinen Ausbildungsverein in insgesamt 115 Spielen die Knochen hin. Dabei war das Eigengewächs immerhin 15-mal als Torschütze erfolgreich und gab fünf Vorlagen.
Ob ihn U21-Trainer auch ohne den Wechsel in die Niederlande ins Aufgebot berufen hätte, darf zumindest bezweifelt werden. „Die Einladung für die U21-Nationalmannschaft kam überraschend, hat mich aber sehr gefreut“, erzählt Kiomourtzoglou, der anschließend gegen Spanien debütieren durfte, mittlerweile allerdings nicht nur vom DFB umworben wird. „Ich hatte mit dem griechischen Nationaltrainer John van’t Schip ein längeres Gespräch“, berichtet der Senkrechtstarter.
Der Niederländer van’t Schip war unter Mitwirkung von Almelos Sportchef Tim Gilissen auf Kiomourtzoglou aufmerksam geworden. „In der griechischen Nationalmannschaft wird vermehrt auf junge Spieler gesetzt. Er sagte mir, dass er mich dort gerne als Teil sehen würde. Wir stehen seitdem in Kontakt.“ Ob er sich aufgrund der Aussicht auf Spielpraxis jedoch schon in naher Zukunft gegen den DFB entscheidet, ist fraglich. „Ich möchte versuchen, mich in Deutschland durchzusetzen, meine Chance nutzen.“
In Almelo, wo er noch bis 2023 unter Vertrag steht, leitet seit 2018 Frank Wormuth die Geschicke an der Seitenlinie. Der 59-Jährige war einst selbst für Freiburg und Hertha in der 2. Bundesliga aktiv, von 2010 bis 2016 Trainer der deutschen U20 und bis zu seinem Engagement in den Niederlanden über zehn Jahre lang der Chef der Trainer-Ausbildung beim DFB. Auch mit seiner Unterstützung will Kiomourtzoglou sein großes Ziel erreichen: „Es ist mein Traum, in der Bundesliga zu spielen.“ Egal, ob er für Deutschland oder Griechenland dem Ball hinterherjagt.
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