Ian MacNicol/Getty Images
James Tavernier gehört zu den bekanntesten Figuren des schottischen Fußballs der vergangenen Jahre. Seit seiner Verpflichtung vom englischen Zweitligisten Wigan Athletic vor elf Jahren ist der Rechtsverteidiger Stammspieler und Kapitän beim Ibrox-Klub. Nun sorgt der 34-Jährige mit einer offenen Aussage zu seiner Zukunft für Gesprächsstoff.
James Tavernier hat bestätigt, dass ihm die Rangers bislang noch kein neues Vertragsangebot unterbreitet haben. Auf die Frage, ob er in der kommenden Saison noch beim schottischen Titelkandidaten unter Vertrag stehen werde, antwortete der Kapitän schlicht: Er wisse es nicht. Nur die Zeit werde es zeigen. Tavernier erklärte, er sei jemand, der sich stets auf das Kurzfristige konzentriere, und verwies sogar augenzwinkernd auf seine Frau, die ihn bereits nach den Sommerurlaub-Plänen befrage, während er selbst noch keinen Gedanken daran verschwende.
Tavernier betonte zudem, dass Spielzeit für ihn nicht das alleinige Kriterium sei, um über eine Zukunft bei den Rangers nachzudenken. Niemand habe einen Startplatz garantiert, den müsse man sich verdienen. In dieser Saison absolvierte der Rechtsverteidiger 49 Pflichtspiele, davon 36 von Beginn an, und erzielte dabei 13 Tore.
Sportlich haben die Rangers unter dem neuen Trainer Danny Röhl eine bemerkenswerte Wende hingelegt. Als Röhl im Oktober den entlassenen Russell Martin beerbte, lagen die Rangers noch elf Punkte hinter Tabellenführer Heart of Midlothian. Vor den letzten fünf Saisonspielen trennt die Mannschaft nur noch ein Punkt vom Spitzenreiter. Titelverteidiger Celtic liegt zwei Punkte hinter den Rangers.
Tavernier lobte die Mentalitätsentwicklung seiner Mannschaft unter dem neuen Coach und verwies auf den 6:3-Sieg gegen Falkirk als Beleg für die gewachsene Mannschaftsleistung des Teams. Trotz zu vieler Unentschieden in der Saison habe man ligaweit nur zwei Niederlagen kassiert. Während Celtic am Sonntag im schottischen Pokal-Halbfinale im Einsatz war, nutzten die Rangers die Zeit für Teambuilding-Maßnahmen.
Das Rennen um die schottische Meisterschaft bleibt bis zum Ende offen. Für Tavernier und seine Teamkollegen zählen somit nur Siege in den nächsten Wochen. Ob der langjährige Kapitän die mögliche Meisterschaft noch im Rangers-Trikot feiern darf, hängt letztlich auch davon ab, ob sich Klub und Spieler in den kommenden Wochen auf eine Einigung verständigen.
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