Champions League

Torhüter: Im Schatten von Kahn und Co. zur Champions League

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Was für ein Abend für Stefan Ortega Moreno! Der vor der Saison von Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld zu Manchester City gewechselte Torhüter krönte am Samstagabend seine Laufbahn mit dem Champions-League-Sieg über Inter Mailand (1:0). Ortega Moreno steht mit diesem Erfolg in eine Reihe prominenter Keeper.

„Seit unser Torwart-Routinier Scott Carson meinen Nachnamen ins Englische übersetzt hat, hält mich niemand mehr bei City für einen Spanier“, verriet Stefan Ortega (30) in einem Kicker-Interview vom 17. April 2023.

Eben jener Scott Carson (37) wurde nun mit Manchester City und zuvor 2005 mit dem FC Liverpool (ebenfalls in Istanbul) Champions-League-Sieger ohne Einsatz.

Ortega sahen die City-Fans 2-mal in der Champions League, unter anderem beim 0:0 bei Borussia Dortmund in der Gruppenphase. Der deutsche Ersatztorhüter wurde somit als „Nummer 2“ hinter dem gesetzten Brasilianer Ederson Champions-League-Sieger.

Letzter Torhüter vor ihm in dieser Reihe ist der Spanier Kepa, der den CL-Sieg mit dem FC Chelsea 2021 in Porto nur von der Bank aus erlebte. Auch im Finale gegen Man. City (1:0) gab CFC-Trainer Thomas Tuchel (49) Edouard Mendy den Vorzug.

Oder Christian Abbiati. Er gehörte bei Juventus und dem FC Turin sowie beim AC Mailand zu den profiliertesten Torhütern der Serie A. Im Finale 2003 in Manchester – 3:2 nach Elfmeterschießen gegen Juve – musste der 5-mal eingesetzte Keeper aber dem Brasilianer Dida den Vortritt lassen.

Youngster statt Weltmeister

Als Torhüter von der Bank zum Erfolg in der „Königsklasse“, das erlebte auch Weltmeister Bodo Illgner. Der WM-Torhüter von 1990 stand bei Real Madrid im spanischen Finale 2000 gegen den FC Valencia (3:0) in Paris nicht im Tor. Es spielte der aufstrebende Youngster Iker Casillas (damals 19). Der spätere Welt- und Europameister wurde bei Real zur Legende, auch wenn er am Ende durch die kalte Küche verjagt wurde. Illgner spielte auf dem Weg zum 2. CL-Titel der Madrilenen 1999/2000 nur ein Mal – und das war im Gruppenspiel in Porto (1:2) im Oktober 1999.

2 Jahre zuvor war es genau umgekehrt: Im Finale von Amsterdam gegen Juventus Turin (1:0) setzte Reals scheidender deutscher Coach „Don Jupp“ Heynckes (78) auf Illgner – und nicht auf Santiago Canizares, der zuvor 6-mal gespielt hatte. Canizares gewann die Champions League danach nie wieder. 2000 und 2001 scheiterte er mit Valencia an Real und am FC Bayern.

2 Spiele ohne den „Titan“

„Kahn, die Bayern… diiie Baaayern!“, die berühmteste Ellipse im deutschen Sportjournalismus von premiere-Reporter Marcel Reif passte zum CL-Finale 2001 in Mailand. Oliver „Der Titan“ Kahn wurde zu Bayern Münchens großem Elfer-Held gegen Valencia. Als Champions-League-Sieger durfte sich aber auch Stefan Wessels (44) fühlen. Bayerns Nummer 2 absolvierte zwei Vorrunden-Spiele, in Helsingborg (3:1) und in Trondheim (1:1).

Sie wissen schon: „Trondheim? Da haben wir super gespielt. Nur ich war noch Scheiße!“ (Stefan Effenberg).

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