Champions League

Piräus-Trainer Pedro Martins will offensiv gegen Bayern spielen lassen

Am heutigen Dienstagabend trifft der FC Bayern München in der Champions League auf Olympiakos Piräus. Auf dem Papier sollte das eine klare Angelegenheit werden. Die Münchener gehen als klarer Favorit in das Spiel am dritten Spieltag der Königsklasse. Allerdings hat der amtierende deutsche Meister nun zwei Spiele in Folge nicht gewonnen. Olympiakos-Trainer Pedro Martins wittert die Chance für sein Team und möchte den FC Bayern mit offensivem Fußball bezwingen. Über das Spiel und welcher seiner Spieler einmal interessant für die Münchener werden könnte, sprach er im Interview mit „Bild“.

„Wir haben eine bessere Chance, wenn wir auf Sieg spielen“

Schon am ersten Spieltag der diesjährigen Champions League konnte Piräus für eine Überraschung sorgen. Im Heimspiel rangen die Griechen den Tottenham Hotspurs ein 2:2-Unentschieden ab. Dabei lag der Außenseiter bereits nach einer halben Stunde mit 0:2 hinten. „Auf die frühen Gegentore haben wir gut reagiert, hatten mehr Chancen. Wir haben hier einen Vorteil: die Atmosphäre. Unsere Fans peitschen uns nach vorne. Meine Spiele fühlen sich sicherer mit den Fans im Rücken“, so Martins. Besonders gegen große Vereine sei die Atmosphäre im Karaiskakis-Stadion am besten. „Wenn wir eine Chance auf den Sieg bekommen, werden wir dafür kämpfen. Wir können das schaffen.“

Dabei will der 49-Jährige seine Mannschaft offensiv ausrichten. „Wir haben eine bessere Chance, wenn wir auf Sieg spielen. Wenn man auf ein Remis hofft, verliert man eigentlich immer“, so Martins. Sowohl gegen Tottenham als auch Hoffenheim habe er Momente gesehen, in denen die Münchener verwundbar sind. Trotzdem hat er auch Lob für den kommenden Gegner übrig. „Die Bayern sind mit dem Ball sehr gut. Diesen Ansatz haben sie noch von Pep Guardiola. Und Lewandowski ist so wichtig für sie. Er kann Tore riechen.“ Ein Spieler aus den eigenen Reihen, der für den deutschen Rekordmeister einmal interessant werden könnte, ist Innenverteidiger Ruben Semedo. “ Er hat das Potential, bald zwei, drei Stufen höher zu spielen. Er wurde jetzt zum ersten Mal für die portugiesische Nationalmannschaft nominiert“, so Martins.