David Ramos/Getty Images
Bei Xabi Alonsos Vorstellung bei Real Madrid Ende Mai kündigte Klubboss Florentino Pérez an, der Ex-Leverkusen-Coach werde eine „goldene Ära“ prägen. Etwas mehr als sieben Monate nach seinem offiziellen Amtsbeginn in der spanischen Hauptstadt ist diese jedoch wieder vorbei. In einem am Montagabend veröffentlichten Statement heißt es, „dass der Verein und Xabi Alonso einvernehmlich beschlossen haben, seine Tätigkeit als Trainer der ersten Mannschaft zu beenden.“
Der Druck auf den Ex-Profi ist in den vergangenen Wochen immer größer geworden. Das Finalspiel gegen den FC Barcelona (2:3) ist nun wohl seine letzte Chance gewesen – die er allerdings nicht nutzen konnte. Neben ausbleibenden Ergebnissen wurden Alonso taktische Ideenlosigkeit und ein schwacher Umgang mit Reals zahlreichen Top-Stars vorgeworfen. Bereits vor einigen Wochen stand der Spanier in der Kritik, konnte sich damals allerdings von einem akut drohenden Rauswurf befreien.
Nun folgte jedoch die überraschende Kehrtwende und der abrupte Abbruch des Experiments Xabi Alonso bei Real Madrid. Der von Bayer Leverkusen geholte Coach hat mit 2,26 Punkten pro Spiel zwar einen besseren Punkteschnitt als sein Vorgänger Carlo Ancelotti vorzuweisen, konnte den hohen Erwartungen aber selten gerecht werden. Nachdem Alonso mit der „Werkself“ „Geschichte geschrieben“ hatte, war einer der laut Pérez „größten Herausforderungen seines Lebens“ letztlich wohl nicht gewachsen.
Die Rückkehr zu Real Madrid, wo Alonso zwischen 2009 und 2014 spielte, ist somit gescheitert. Der einstige Weltklasse-Mittelfeldspieler beerbte Anfang Juni Ancelotti, nachdem er mit Bayer Leverkusen im Sommer 2024 den ersten Doublesieg der Vereinsgeschichte gefeiert hatte. Bei der darauffolgenden Klub-Weltmeisterschaft schied er mit Real Madrid im Halbfinale gegen Paris Saint-Germain aus. In der laufenden Saison liegt der Hauptstadtklub mit vier Punkten Rückstand auf den FC Barcelona auf Tabellenplatz zwei.
Trotz seiner frühen Entlassung werde „Xabi Alonso immer die Zuneigung und Bewunderung aller Madridistas genießen, denn er ist eine Legende von Real Madrid und hat stets die Werte unseres Vereins vertreten. Real Madrid wird immer sein Zuhause sein“, heißt es in einer Vereinsmitteilung. Wie Real Madrid bekanntgab, steht bereits ein Nachfolger für den 44-Jährigen fest. Demnach wird mit Alvaro Arbeloa ein weiterer Ex-Profi das Traineramt übernehmen. Der Welt- und Europameister kommt von Reals zweiter Mannschaft Castilla, die er seit dem vergangenen Sommer betreut hatte. Zuvor war der 56-fache spanische Nationalspieler seit 2020 in der Nachwuchsabteilung der „Königlichen“ tätig. Wie lange er die erste Mannschaft leiten wird, gab der Klub nicht näher bekannt.
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