Walid Regragui ist nicht meht Trainer Marokkos (Photo by Alex Caparros/Getty Images)
Zwischen dem Coach und dem marokkanischen Fußballverband gab es bereits seit Monaten Dissonanzen. Dem 50-Jährigen, der in Frankreich geboren wurde, dürfte der Rücktritt nahegelegt worden sein. In der einberufenen Pressekonferenz hat Walid Regragui einen Rückzug jedoch als eigenständige Entscheidung dargestellt. „Die Mannschaft braucht ein neues Gesicht, neue Energie und eine neue Perspektive mit einem neuen Trainer. Ich denke, die Mannschaft braucht vor der Weltmeisterschaft neuen Schwung, eine neue Vision, um weiter voranzukommen“, begründete der Ex-Coach sein Ende an der Seitenlinie.
Marokko war beim Afrika-Cup im Januar zu Hause Zweiter geworden. Nach der 0:1 Niederlage im Skandal-Finale gegen Senegal war die Kritik an Regragui lauter geworden. Der Trainer hatte das Team 2022 übernommen und in Katar direkt bis ins Halbfinale der Weltmeisterschaft geführt.
Marokko geht mit Mohamed Ouahbi ins WM-Turnier. Der Verband hat sich abermals für einen Marokkaner entschieden, der in Europa geboren wurde. Mohamed Ouahbi stammt aus Belgien und hat dort erste Trainer-Erfahrungen in der Nachwuchsabteilung vom RSC Anderlecht gesammelt. Ouahbi hat die U20 Marokkos im Oktober letzten Jahres erstmals zum WM-Titel geführt.
Angeblich hatte man in Marokko eine große internationale Lösung favorisiert. Xavi, Ex-Coach vom FC Barcelona, soll eine Offerte des Verbandes aber ausgeschlagen haben.
Sollte Ouahbi bei der WM nicht die erhofften Erfolge einfahren, könnte die Diskussion um Xavi aber nochmals Fahrt aufnehmen, da dessen ehemaliger Mitspieler Andrés Iniesta mit hoher Wahrscheinlichkeit neuer Sportdirektor des Verbandes wird.
Marokko spielt bei der Weltmeisterschaft 2026 in der Vorrundengruppe C gegen Brasilien, Schottland und Haiti. Der Einzug in die K.O.-Phase ist Pflicht.
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