Premier League

Klopp-Kapitän: Ein unmoralischer Transfer?

Werbung

Aus der Serie „Abstieg in den moralischen Untergrund“! Jordan Henderson (33) wechselt vom FC Liverpool zu Al-Ettifaq FC in die Saudi Pro League, wo sein ehemaliger Mitspieler, LFC-Idol Steven Gerrard (43), nun als Trainer fungiert.  

Rein vom kaufmännischen Aspekt kann man dem FC Liverpool und seinen Machern fast zu diesem Transfer gratulieren. Hendersons Dienste lässt sich der Klub aus Saudi-Arabien 14 Mio. Euro Ablöse kosten. Damit liegt die Summe knapp über dem Marktwert von „Hendo“ Henderson, der den KI-basierenden Werten von GOOL.ai / Fussballdaten.de mit 12,1 Mio. Euro zu beziffern ist.

Lewis Dunk (31 / 409 Spiele), der am meisten eingesetzte und noch aktive Spieler beim Liga-Konkurrenten Brighton & Hove Albion, wird auf 15,1 Mio. Euro Marktwert geschätzt.

Wertvollster, noch aktiver Rekordspieler eines Premier-League-Klubs ist allerdings Hendersons englischer Nationalmannschaftskollege Harry Edward Kane (30) von Tottenham Hotspur. Der vom FC Bayern München umworbene Mittelstürmer der „Spurs“ kommt auf 73,1 Mio. Euro. Er spielte bislang 447-mal für die Londoner.

492 Spiele

Liverpool bezahlte für den Mittelfeldspieler Henderson im Jahr 2011 rund 18 Mio. Euro Ablöse an den AFC Sunderland. Er prägte in Anfield eine Ära mit.

492 Pflichtspiele, Champions-League-Sieger 2019, englischer Meister 2020 nach 30 Jahren Durststrecke, UEFA Supercup 2019, FA Cup und englischer Ligapokal-Gewinner 2022 – ein großer Kapitän.

Der Spielführer der „Reds“ wurde zum fünftteuersten Spieler, der mindestens 33 Jahre alt war.

Noch teurer war 2-mal der nun ebenfalls in Saudi-Arabien kickende Cristiano Ronaldo (38 / Al-Nassr), und zwar 2021 bei seiner Rückkehr zu Manchester United mit 17 Mio. Euro und zuvor bei seinem Wechsel inklusive Abschied durch die kalte Küche von Real Madrid zu Juventus Turin 2018 für satte 117 Mio. Euro.

Auch Robert Lewandowski (2022) mit 45 Mio. Euro, die der FC Barcelona an Bayern München überwies, und Claudio Bravo, den Manchester City 2016 für 18 Mio. aus Barcelona holte, waren als Ü33-Profis teurer.

720.000 Euro pro Woche

Erfüllt Henderson seinen bis 2026 datierten Vertrag, wird er laut Daily Mail kolportierte 40 Millionen Euro pro Saison verdienen – das sind umgerechnet über 120 Mio. Euro für die gesamte Vertragslaufzeit und mehr als 720.000 Euro pro Woche.

Henderson steigt damit zum bestbezahltesten englischen Spieler aller Zeiten auf.

Hintergrund: Sein 2021 für den British LGBT Award gemachte Aussage („Bevor ich Fußballer bin, bin ich zu aller erst Familienvater, Ehemann, Sohn, Bruder und Freund der Menschen, die mir in meinem Leben so viel bedeuten. Die Vorstellung, dass einer oder eine von ihnen von einem Fußballspiel ausgeschlossen würde, nur weil er ist, wie er ist, haut mich um.“) zum Umgang mit Homosexualität in Saudi-Arabien flog Henderson nun um die Ohren.

„Viel Glück in Saudi-Arabien, Jordan. Aber Du hast den Respekt vieler Menschen verloren, die Dir vertraut haben“, schrieb der frühere deutsche National- und Premier-League-Spieler Thomas Hitzlsperger, der sich 2014 zu seiner Homosexualität bekannt hatte, bei Twitter.

Das LGBT+-Fan-Netzwerk Pride in Football nannte es „enttäuschend, wenn jemand, der jahrelang ein Verbündeter war, dorthin wechselt, wo LGBT+-Leute angegriffen oder verhaftet werden.“

Weitere News und Transfergerüchte rund um den deutschen Fußball findest du hier >>

Werbung

Ältere Artikel

Kane erzielt sein 500. Tor – erster Engländer der Geschichte

Mit seinem zweiten Treffer im Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen hat Harry Kane Geschichte geschrieben. Es…

14. Februar 2026

Real Madrid will um Liverpools Mittelfeldspieler kämpfen – bis zu 160 Millionen Euro

Real-Madrid-Präsident Florentino Pérez plant bereits Veränderungen im Kader für den kommenden Sommer. In der bekannten…

14. Februar 2026

BVB-Star im Visier von Manchester United – Dortmund will 40 Millionen

Am Freitag (13. Februar) hat Julian Ryerson von Borussia Dortmund noch einmal mehr auf sich…

14. Februar 2026

Knackpunkt 30 Millionen: Milan will Barcelona-Verteidiger

Unter Hansi Flick hat sich Gerard Martín in die erste Mannschaft des FC Barcelona gespielt.…

14. Februar 2026

Vor Champions-League-Kracher: BVB bangt um Süle

Trotz des klaren 4:0-Heimsiegs gegen Mainz 05 herrscht bei Borussia Dortmund keine echte Erleichterung. Innenverteidiger…

14. Februar 2026

Wegen Schlotterbeck: Uneinigkeit bei den BVB-Bossen

Bei Borussia Dortmund spitzt sich die Diskussion um die Zukunft von Nico Schlotterbeck zu. Während…

14. Februar 2026

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Nutzererlebnis bieten zu können. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind.