Premier League

Platz 14 und Europacup-Sieger: Rice und Co. mit Rekord

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Happy End in der „goldenen Stadt“ für West Ham United. Der Klub aus dem Londoner East End holte sich am späten Mittwochabend mit dem 2:1 (0:0) gegen den AC Florenz in Prag erstmals seit 1965 wieder einen Europapokal. Declan Rice (24) wurde zum ersten West-Ham-Kapitän nach Bobby Moore, der eine europäische Trophäe in Empfang nehmen durfte. Doch die „Hammers“ erreichten noch mehr Meilensteine.

Jarrod Bowen (26) war auch in der anschließenden Pressekonferenz noch überglücklich. „Das ist das beste Gefühl, dass ich jemals in meiner Karriere hatte“, erklärte der Engländer nach dem Spiel, „wir haben alle komplett durchgedreht und ich werde hier keinen Filter drüberlegen, kann keine vernünftigen Antworten geben.“

Diese Antworten gaben Bowen, von den West Ham-Fans mit „Bowen’ s on Fire“ (Melodie: Freed from Desire, Gala) stürmisch gefeiert, und die Londoner im Spiel. Sie lieferten Werte, die es in Europapokalfinals teilweise seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben hatte.

14 Siege und Platz 14

„Die Hammers“ holten sich Rekorde, die in Europa wohl auf lange Sicht Bestand haben dürften.

14 Siege gelangen den „Irons“ von der Conference-League-Quali bis zum Finale in 15 Spielen (bei einem 1:1-Remis in Gent, Viertelfinale), das sind 3 Siege mehr als in der Premier League (11).

„Wir haben das, was wir gefühlt eine enttäuschende Saison nennen, in eine super Saison gedreht“, sagte West Hams schottischer Trainer David Moyes (60 / „The Chosen One“) nicht ohne Stolz. Für den Nachfolger von Sir Alexander Chapman Ferguson (81) bei Manchester United war in seinem 1.097. Spiel als Trainer der erste Titeltraum wahr geworden.

Und das dank dieser irren Werte.

  • Als Tabellen-Vierzehnter der Premier League 2022/2023 gewann die Mannschaft von David Moyes einen Europapokal. Das ist die niedrigste Liga-Platzierung aller Zeiten für einen Europapokalsieger.
  • Zum Vergleich: Eintracht Frankfurt holte 2022 als Elfter der Bundesliga die Europa League.
  • Die Frankfurter hatten 42 Jahre auf einen internationalen Triumph warten müssen, West Ham sogar 58 Jahre.

Dass es so kam, verdankten die Engländer einem Zuckerpass von Lucas Paqueta in den Lauf von Bowen, der den Konter eiskalt zum 2:1 abschloss (90.).

  • Mit diesem Treffer wurde Bowen – 8 Tor-Beteiligungen in 11 ECL-Spielen – zum ersten Engländer, der seit 1994 ein Europapokalfinale entscheiden konnte. Zuletzt war dies Alan Smith („Smith, diesen Namen wird man sich merken müssen“) vom FC Arsenal, der im Pokalsieger-Cup-Finale gegen den AC Parma (1:0) in Kopenhagen erfolgreich war.

Die 90. Minute

Englische Klubs und ein Treffer in der bzw. ab der 90. Minute? Da war doch mal was! Manchester United beim 2:1 gegen den FC Bayern 1999 im Champions-League-Finale in Barcelona, der FC Chelsea 2013 im Finale der Europa League gegen Benfica Lissabon in Amsterdam und nun West Ham United – alle 3 Last-Minute-Treffer entschieden diese Endspiele zugunsten eines englischen Teams.

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