2. Bundesliga

Innenminister nach Skandalspiel in Dresden: „Meine Geduld hat endgültig ein Ende“

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Nach den schweren Ausschreitungen beim Zweitliga‑Duell zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC erhöht Sachsens Innenminister Armin Schuster den Druck auf DFB und DFL deutlich.

Kein Pardon mehr nach Dresden-Spiel

Die Partie am Samstagabend musste für etwa 20 Minuten unterbrochen werden, aufgrund der Eskalation zwischen beider Fan-Lager. Zuschauer durchbrachen Absperrungen, im Innenraum kam es zu Auseinandersetzungen, Pyrotechnik und Raketen wurden gezündet. Die Polizei leitete mehrere Ermittlungsverfahren ein, der DFB wird gegen beide Klubs ermitteln.

Schuster sprach von einem Wendepunkt im Umgang mit Gewalt rund um Fußballspiele: „Nach diesem erneuten Skandalspiel kann es für die weiteren Gespräche kein Pardon mehr geben. Meine Geduld hat endgültig ein Ende“, sagte der CDU-Politiker dem SID. Die Vorfälle stünden sinnbildlich für eine „Gewaltfolklore“, die den bisherigen Verhandlungsweg infrage stelle.

Schuster kündigte an, sich die Ergebnisse der Aufarbeitung persönlich vorlegen zu lassen. Die Konsequenzen aus dem Spiel könnten direkten Einfluss auf die nächste Innenministerkonferenz im Juni haben. Entscheidend sei, „wie drakonisch die Maßnahmen ausfallen“, die DFB, DFL und Vereine nun ergreifen. „Sie können nur noch mit Wirkung überzeugen“, so Schuster.

Schuster und Reul kritisierten bereits

Bereits im März hatten Schuster und NRW‑Innenminister Herbert Reul die Verbände öffentlich kritisiert, weil aus ihrer Sicht der im Dezember vereinbarte Kompromiss zur Stadionverbotsordnung nicht umgesetzt wurde.

Beide Innenminister stellten damals in Aussicht, dass Klubs künftig für Polizeikosten bei Hochrisikospielen aufkommen könnten. Das Bundesverfassungsgericht hatte diese Möglichkeit Anfang 2023 grundsätzlich bestätigt. Für Vereine könnten dadurch Kosten in Millionenhöhe entstehen.

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