Inzwischen immer häufiger unzufrieden: Rafael Leao (Foto: Marco Luzzani/Getty Images)
Das Tischtuch zwischen Rafael Leao, seinem Management und dem AC Mailand scheint endgültig zerschnitten. Die Zeichen stehen klar auf Abschied – viele Top-Klubs zeigten in den vergangenen Jahren starkes Interesse am portugiesischen Außenstürmer. Besonders beim FC Barcelona ist man von den Fähigkeiten des 26-Jährigen angetan. Im Sommer haben die Katalanen eine außergewöhnliche Chance.
Laut „Corriere della Sera“ haben die Mailänder endgültig ihre Hemmschwelle mit dem exzentrischen Flügelstürmer erreicht und drängen nun selbst auf ein Ende der Zusammenarbeit. In den vergangenen Wochen soll man Leao bei mehreren Top-Klubs schmackhaft gemacht haben – unter anderem auch beim FC Barcelona.
Dabei sollen die Italiener ihre ursprünglichen Forderungen massiv gesenkt haben. Im bis 2028 datierten Vertrag sei zwar eine Aussteigesklausel in Höhe von 170 Millionen Euro verankert, doch sei man beim AC zu drastischen Abstrichen bereit. Gemäß dem Bericht ist man gewillt, Leao für nur 50 Millionen Euro im Sommer abzugeben.
Als Top-Verdiener der Mailänder ist Leao inzwischen der Verkaufskandidat schlechthin. Sein Gehalt kann nach Erreichen einiger Zusatzzahlungen jährlich auf bis zu 9 Millionen Euro ansteigen. Das gesparte Gehaltsvolumen möchte man dazu nutzen, den Kader in der Breite zu verstärken.
Dies ist eine Chance, auf die Barcelonas Präsident Joan Laporta seit geraumer Zeit gewartet hat. Der 63-Jährige gilt als großer Befürsprecher eines Transfers und zeigte bereits in den vergangenen Jahren großes Interesse an Leao. Finanziell war ein solcher Transfer für die klammen Katalanen jedoch nicht stemmbar.
Helfen könnte auch Super-Berater Jorge Mendes. Dieser pflegt inzwischen beste Beziehungen zum FC Barcelona und könnte zwischen allen drei Parteien vermitteln. Problematisch könnte nur die neue Gehaltsobergrenze werden, die von der spanischen Liga eingeführt wurde, um die Schuldenspirale einiger Vereine zu beenden.
Neben den finanziellen Gründen ist vor allem das Verhältnis zwischen Leao und Trainer Massimiliano Allegri ausschlaggebend für den Sinneswandel. Der Portugiese sei unzufrieden, wie er im taktischen System des Italieners eingesetzt wird. Statt auf dem linken Flügel mehr Freiheiten zu haben, muss sich Leao mit den körperbetonten Verteidigern der Serie A als falsche Neun auseinandersetzen.
Zuletzt nahmen die Frustrationen an Überhand an. Nach seiner frühzeitigen Auswechslung gegen Lazio Rom echauffierte sich Leao lautstark gegen die Entscheidung seines Trainers und war weder von Allegri selbst noch seinen Teamkollegen zu beruhigen.
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