Wie tief steckt Gianluca Rocchi im Schiri-Skandal drin? (Photo by Paolo Rattini/Getty Images)
In Italien wird von mehreren renommierten Medien berichtet, dass der frühere Serie-A-Schiedsrichter und jetzige Schiedsrichter-Schiedsrichterkoordinator Gianluca Rocchi seine Finger bei manipulierten Spielansetzungen im Spiel hatte.
Das Ganze begann im Mai 2025: Der frühere Assistenz-Schiedsrichter Domenico Rocca reichte Beschwerde bei der AIA, der italienischen Schiedsrichtervereinigung, ein. Im Mittelpunkt stand der genannte Koordinator. Giuseppe Chine, FIGC-Staatsanwalt, bestätigte, dass dieser Fall behandelt wurde. Obwohl abgeschlossen, prüft ihn jetzt die Mailänder Staatsanwaltschaft auf strafrechtliche Relevanz.
Laut der Staatsanwaltschaft soll zudem ein Treffen zwischen Rocchi und zwei ungenannten Personen stattgefunden haben. Dabei sollen Schiedsrichter für Spiele ausgewählt worden sein, die auch Inter Mailand gegenüber positiv eingestellt sind. So sei beispielsweise Daniele Doveri, der nicht dazuzählt, für einige Inter-Spiele abgesetzt worden.
Weiterführend gab es einen Eklat bei dem Spiel Udinese Calcio gegen Parma am ersten März 2025. Der angesetzte VAR-Offizielle Daniele Paterna wollte einen Elfmeter eher nicht geben, scheint aber extern beeinflusst worden sein, doch auf Strafstoß zu entscheiden. In einem Video sei zu sehen, wie dieser sich umdreht und nachfragt, ob es ein Elfmeter sei.
Im Jahr 2006 gab es bereits die sogenannte Calciopoli-Affäre. Hier kam heraus, dass einige Vereinsoffizielle und Schiedsrichterorganisationen vorteilhafte Schiedsrichter-Ansetzungen absprachen. Unter anderem waren Lazio, Reggina, Fiorentina und der AC Mailand beteiligt.
Die größte Story gehörte jedoch Juventus Turin. Juve bekam aufgrund der Verwicklung in die Affäre den Meistertitel der Saison 2004-05 aberkannt und einen Zwangsabstieg. Mit Ausnahme des Referees Massimo de Santis, der eine einjährige Haftstrafe erhielt, verjährten die meisten Strafen.
Nach langen Ermittlungen konnten jedoch keine konkret beeinflussten Spiele bei den Turiner belegt werden. Mehrere Versuche, bis zu einer halben Milliarde an Schadensersatz und den Meistertitel zurückzuerhalten, scheiterten jedoch.
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