Foto: Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images
Das Heimdebüt von Neu-Trainer Jens Keller misslang auf ganzer Linie. Aus dem eigentlich sicher einkalkulierten Dreier gegen Wehen Wiesbaden wurde nichts, ganz im Gegenteil. Der 1. FC Nürnberg offenbarte eindrucksvoll, welch fundamentale Schwierigkeiten ihn derzeit in eine Lage bringen, die bitterernst erscheint. Der Relegationsplatz 16 sowie ein Punkt aus den letzten vier Ligaspielen spiegeln die kollektive Verunsicherung rund um den Valznerweiher wider.
Dabei hätten die Vorzeichen gegen keineswegs übermächtige Hessen deutlich schlechter sein können. Als Schlusslicht trat Wiesbaden die Reise ins Max-Morlock-Stadion an, welche sich für den Aufsteiger lohnen sollte. Ein defensiv über weite Strecken kompakter Auftritt reichte Wehen, um die drei Punkte zu entführen. Über die gesamten 90 Minuten fand der FCN kein Mittel gegen die Robustheit der Gäste. Die konsternierten Zuschauer reagierten bereits zur Pause mit einem Pfeifkonzert, doch der erhoffte Effekt blieb aus. „Dass wir es wirklich nicht schaffen, durchgängig Aggressivität auf den Platz zu bringen, was für mich irgendwie eine Grundvoraussetzung für Erfolg ist“, machte Sportvorstand Robert Palikuca gegenüber „nordbayern.de“ als das größte Problem der Nürnberger fest.
Allerdings könnte man diese Liste scheinbar endlos fortführen. Dass die anhaltende Misere des Absteigers nur bedingt mit dem Trainer zu tun hat, offenbart der FCN derzeit eindrucksvoll unter Jens Keller. Weder Ex-Coach Damir Canadi noch der gebürtige Schwabe konnten die Mannschaft bislang stabilisieren, wenngleich sich derartige Schlüsse zumindest bei Keller als vorschnell erweisen könnten. Auffällig ist nichtsdestotrotz, dass auch der 49-Jährige die enormen Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen bislang nicht beseitigen konnte. Der gewünschte Effekt des Pressings verpufft somit.
Die Qualitätsfrage scheint sich eigentlich nicht zu stellen. Zwar verfügt der FCN nicht über einen üppig besetzten Kader à la Stuttgart oder Hamburg, doch damit auch schon genug. Ansonsten scheint kein anderer Zweitligist auf dem Papier weit überlegen. Die Mehrzahl der Teams würde wohl gerne einen Johannes Geis, Robin Hack oder Michael Frey in seinen Reihen begrüßen – und diese stehen nur beispielhaft. Dass sich der Absteiger von dieser scheinbaren Überlegenheit rein gar nichts kaufen kann, wird an Tabellenplatz 16 deutlich.
Die Ursachen hinter der Nürnberger Krise liegen wohl noch deutlich tiefer verankert. Aus Sicht des FCN bleibt zu hoffen, dass Keller diese schleunigst finden kann. Sollte dies auch in Zukunft nicht gelingen, liegen mögliche Konsequenzen bereits auf der Hand. Derzeit trennen den Club noch zwei Zähler von einem direkten Abstiegsplatz – diesen belegt aktuell Wehen Wiesbaden.
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