Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images
Ansgar Brinkmann ist glühender Anhänger von Arminia Bielefeld. Der 50-Jährige lief in seiner Karriere für viele Vereine auf, darunter neben dem VfL Osnabrück, Mainz 05 oder Dynamo Dresden auch zwei Jahre für seinen Herzensverein. Bereits vor Beginn der Zweitliga-Saison galt Bielefeld als ein Geheimfavorit auf den Aufstieg. Der starke Saison-Start des Tabellendritten bestätigt das. Nun empfängt man den Tabellenführer aus Hamburg.
2002 stieg Brinkmann mit Bielefeld in die 1. Bundesliga auf. Der aktuellen Mannschaft traut er zu, dieses Kunststück zu wiederholen. „Nach so langer Zeit kann auch mal wieder erwarten, dass meine Blauen um den Aufstieg mitspielen“, sagt er zu „Sport Bild“. Für Brinkmann ist klar: „Bielefeld gehört nach über zehn Abstinenz einfach wieder in die Bundesliga“. An Argumenten mangelt es dem früheren Mittelfeldspieler nicht. „Weil wir ein geiler Traditionsklub sind. Und davon müssen wieder mehr in die Beletage des deutschen Fußballs“, fordert er.
Für Vereine wie etwa die TSG Hoffenheim oder RB Leipzig hat der „weiße Brasilianer“ nicht viel übrig. „Klubs künstlich hochzuzüchten, einen Milliärder zu holen, der die besten Spieler kauft, siebenmal hintereinander aufstiegt – dieses Modell sollte auf keinen Fall Schule machen“. Die SchücoArena besucht Brinkmann nach wie vor regelmäßig. „Ich bin bei fast jedem Heimspiel da. Und diese Atmosphäre ist hier noch klassisch englisch“.
Dass Bielefeld auf dem Relegationsplatz steht, überrascht Brinkmann nur bedingt. Schließliche habe man „richtig gute Kicker am Start. Und ich habe das Gefühl, dass diese Mannschaft sich auch wirklich das Ziel Aufstieg gesetzt hat“. Trainer Uwe Neuhaus gebe der Mannschaft „einen klaren Plan mit.“ Fabian Klos könne zudem der „Schlüssel zum Aufstieg“ sein. Der Kapitän ist mit sechs Toren und vier Assists derzeit der Top-Scorer der Liga. „Seine Körpersprache, wie er die anderen mitzieht auf dem Platz, das ist beeindruckend“. Fußballerisch sieht er die Arminia mit dem HSV „auf Augenhöhe“. Vor den Hanseaten „brauchen wir uns nicht in die Hose zu machen und uns keinesfalls zu verstecken“. Und sollte es mit dem Aufstieg wirklich klappen, „dann kracht es drei Tage am Stück“, kündigt Brinkmann an.
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