DSC Arminia Bielefeld

Ansgar Brinkmann: „Klubs künstlich hochzüchten sollte keine Schule machen“

Werbung

Ansgar Brinkmann ist glühender Anhänger von Arminia Bielefeld. Der 50-Jährige lief in seiner Karriere für viele Vereine auf, darunter neben dem VfL Osnabrück, Mainz 05 oder Dynamo Dresden auch zwei Jahre für seinen Herzensverein. Bereits vor Beginn der Zweitliga-Saison galt Bielefeld als ein Geheimfavorit auf den Aufstieg. Der starke Saison-Start des Tabellendritten bestätigt das. Nun empfängt man den Tabellenführer aus Hamburg.

„Bielefeld gehört in die Bundesliga“

2002 stieg Brinkmann mit Bielefeld in die 1. Bundesliga auf. Der aktuellen Mannschaft traut er zu, dieses Kunststück zu wiederholen. „Nach so langer Zeit kann auch mal wieder erwarten, dass meine Blauen um den Aufstieg mitspielen“, sagt er zu „Sport Bild“. Für Brinkmann ist klar: „Bielefeld gehört nach über zehn Abstinenz einfach wieder in die Bundesliga“. An Argumenten mangelt es dem früheren Mittelfeldspieler nicht. „Weil wir ein geiler Traditionsklub sind. Und davon müssen wieder mehr in die Beletage des deutschen Fußballs“, fordert er.

Für Vereine wie etwa die TSG Hoffenheim oder RB Leipzig hat der „weiße Brasilianer“ nicht viel übrig. „Klubs künstlich hochzuzüchten, einen Milliärder zu holen, der die besten Spieler kauft, siebenmal hintereinander aufstiegt – dieses Modell sollte auf keinen Fall Schule machen“. Die SchücoArena besucht Brinkmann nach wie vor regelmäßig. „Ich bin bei fast jedem Heimspiel da. Und diese Atmosphäre ist hier noch klassisch englisch“.

Foto: Thomas Starke/Bongarts/Getty Images

Brinkmann adelt Kapitän Klos

Dass Bielefeld auf dem Relegationsplatz steht, überrascht Brinkmann nur bedingt. Schließliche habe man „richtig gute Kicker am Start. Und ich habe das Gefühl, dass diese Mannschaft sich auch wirklich das Ziel Aufstieg gesetzt hat“. Trainer Uwe Neuhaus gebe der Mannschaft „einen klaren Plan mit.“ Fabian Klos könne zudem der „Schlüssel zum Aufstieg“ sein. Der Kapitän ist mit sechs Toren und vier Assists derzeit der Top-Scorer der Liga. „Seine Körpersprache, wie er die anderen mitzieht auf dem Platz, das ist beeindruckend“. Fußballerisch sieht er die Arminia mit dem HSV „auf Augenhöhe“. Vor den Hanseaten „brauchen wir uns nicht in die Hose zu machen und uns keinesfalls zu verstecken“. Und sollte es mit dem Aufstieg wirklich klappen, „dann kracht es drei Tage am Stück“, kündigt Brinkmann an.

Werbung

Ältere Artikel

Roger Schmidt verlängert bei der J.League

Roger Schmidt bleibt der japanischen J.League erhalten. Der frühere Bundesliga-Trainer hat seinen Vertrag als Global…

3. Juli 2026

Dan Ndoye: Schweiz will nach historischem Sieg mehr

Die Schweiz hat bei der WM 2026 ein langes Warten beendet. Durch den 2:0-Sieg gegen…

3. Juli 2026

Everton holt Championship-MVP

Everton hat den ersten Sommertransfer unter David Moyes perfekt gemacht. Die Toffees verpflichteten Hayden Hackney…

3. Juli 2026

Keisuke Honda bringt sich als Japan-Trainer ins Spiel

Japans WM-Abenteuer in Nordamerika endete früher als erhofft – und nun meldet sich eine der…

2. Juli 2026

Heimkehr eines Publikumslieblings

Manche Transfers wirken weniger wie ein Neuanfang als wie eine Rückkehr an einen Ort, der…

2. Juli 2026

Javier Aguirre und Mexikos WM-Lauf: Wenn das Azteca zum zwölften Mann wird

Mexiko erlebt bei der WM 2026 einen Lauf, der weit über reine Ergebnisse hinausgeht. Nach…

1. Juli 2026

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Nutzererlebnis bieten zu können. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind.