Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images
Der zweite Spieltag der Rückrunde steht vor der Tür und auch das Ende der Transferperiode rückt immer näher. Schalke, das sich nach der ernüchternden Hinserie eigentlich unbedingt hätte verstärken sollen, hat bislang jedoch noch immer keinen Transfer getätigt. Axel Schuster, der Sportdirektor des aktuellen Tabellenzwölften, sorgte nach der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Berlin jetzt mit einer Aussage für Verwunderung.
„Wir befinden uns in keiner Notsituation“, stellte Axel Schuster klar. Auf „kicker“-Nachfrage erklärte der 45-Jährige: „In einer Notsituation würden wir uns befinden, wenn wir schon jetzt nicht mehr mit einer vernünftigen Elf spielen könnten. Wir fühlen uns dahingehend nicht gezwungen, einen Transfer abzuschließen. Das ist meine Interpretation einer Notsituation.“ Ob Domenico Tedesco diese Ansicht teilt, scheint zumindest fraglich. In der Innenverteidigung hat der 33-Jährige quasi keine Alternativen mehr. Er könnte lediglich auf positionsfremde Spieler oder Akteure aus der Jugend zurückgreifen. Auch auf den Flügeln und im Sturm ist die Auswahl mau.
Aktuell scheint es aber auch nicht, als würde Schalke tatsächlich keine Transfers mehr tätigen. Am Mittwoch fehlte Christian Heidel auf der Pressekonferenz. Zwar wollte der Verein keine genaueren Angaben zu den Gründen für das Fernbleiben des Sportvorstandes liefern, doch es gilt als wahrscheinlich, dass der Manager wegen möglichen Transfers verhindert war. Wirklich konkrete Gerüchte gibt es bislang jedoch noch nicht.
Bei Nikola Kalinic, auf den Schalke laut der „Bild“ ein Auge geworfen haben soll, darf bezweifelt werden, inwieweit der 31-Jährige den Revierklub verstärken würde. Während der laufenden Saison kommt der Kroate bei Atletico Madrid bislang auf elf Einsätze und zwei Treffer. Weil Atletico jetzt wohl Alvaro Morata von Chelsea verpflichtet, soll Nikola Kalinic den Klub verlassen dürfen. Möglich für Schalke scheint eine Leihe, eine sofortige feste Verpflichtung dürfte nicht finanzierbar sein. Zudem würde eine Leihe das Risiko der Verpflichtung gering halten. Sollte Nikola Kalinic nicht einschlagen, könnte der Angreifer die Königsblauen einfach wieder verlassen.
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