In Magdeburg gibt es große Pläne. (Photo by Stuart Franklin/Getty Images)
Der 1. FC Magdeburg kämpft sportlich noch um den Verbleib in der 2. Bundesliga, stellt hinter den Kulissen aber bereits die Weichen für höhere Aufgaben. Hinter der Avnet Arena ist nach nur rund 36 Wochen Bauzeit ein neues Funktionsgebäude nahezu fertiggestellt, das den Klub infrastrukturell auf Bundesliga-Niveau heben soll. Auf rund 3900 Quadratmetern entsteht ein modernes Zentrum für Profimannschaft und Nachwuchsleistungszentrum.
Der Komplex verteilt sich auf zwei Etagen und bündelt künftig zentrale Bereiche des Vereinsalltags. Geplant sind eine große Begegnungsfläche mit Mensa, ein umfangreicher Fitness- und Wellnessbereich, mehrere Umkleidekabinen sowie Räume für Physio-, Reha- und Athletiktraining. Hinzu kommen Büros, Trainer- und Besprechungsräume. Im Profibereich gilt ein großzügig verglaster Kraft- und Sportraum mit integrierter Kunstrasenlaufbahn als Herzstück der Anlage. Zusätzlich werden Zwei-Bett-Zimmer eingerichtet, in denen die Spieler sich zwischen Einheiten erholen können – ein Standard, der sich bei vielen Erstligisten etabliert hat, um Regeneration und Leistungsfähigkeit zu verbessern.
Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 12 Millionen Euro. Etwa drei Millionen Euro stammen aus Fördermitteln des Landes, der übrige Betrag wird vom Klub selbst gestemmt. In der 2. Bundesliga liegen größere Infrastrukturinvestitionen häufig im einstelligen Millionenbereich; mit dieser Summe reiht sich Magdeburg im oberen Bereich ein.
Der Innenausbau läuft derzeit noch, ab Ende Mai sollen Büros, Kabinen und Funktionsräume eingerichtet werden. Vereinsverantwortliche sehen in dem Neubau einen zentralen Schritt, um sowohl Talente als auch Profis dauerhaft unter professionellen Bedingungen arbeiten zu lassen und damit auch sportlich den nächsten Entwicklungsschritt zu ermöglichen. Die offizielle Einweihung ist zum Trainingsauftakt am 25. Juni vorgesehen. Parallel modernisiert die Stadt Magdeburg das Trainingsgelände, wo zwei Naturrasen- und ein Kunstrasenplatz komplett neu angelegt werden. Damit schafft der Ost-Klub ein Gesamtpaket, das perspektivisch auch Ansprüchen der Bundesliga gerecht werden soll.
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